Der Stuttgarter Autobauer Daimler kooperiert in Sachen Roboterautos mit dem umstrittenen Taxivermittler Uber (San Francisco). Was haben die beiden vor?

 

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Ist das Silicon Valley eine tödliche Bedrohung für die etablierten Autohersteller oder doch eine Riesenchance, das nächste Kapitel der Mobilität aufzuschlagen? Das wird sich zeitnah klären.

Daimler und Uber: Freundschaft statt Feindschaft

Daimler und Uber haben vertraglich die Kooperation beschlossen. Genauer gesagt eine „Absichtserklärung zu Bereitstellung und Betrieb selbstfahrender Mercedes-Benz Pkw auf der Uber Plattform“.

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„Mobility Service Anbieter bieten eine ideale Plattform für Technologien für autonomes Fahren. Und Uber ist ein führender Anbieter von Mobilitäts-Plattformen,“ lobt Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG, seinen neuen Partner – wenn das mal nicht schwäbische-kalifornische Romantik ist. In Stuttgart ist man seit einigen Jahren bereits eifrig am Thema autonomes Fahren dran, setzt immer wieder eindeutige Zeichen: Zuletzt ist das beispielsweise mit der Vorstellung des Forschungsfahrzeugs F 015 geschehen. Das soll die Vision einer selbstfahrenden Zukunft anschaulich machen, selbstverständlich ergänzt um das Raumangebot und die Verarbeitung aus der Luxusklasse. Auch die LKW-Sparte von Daimler erprobt fleißig das (teil-)autonomisierte Fahren.

Der Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion: Vorbote einer Mobilitätsrevolution (Quelle: Daimler)
Der Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion: Vorbote einer Mobilitätsrevolution (Quelle: Daimler)
Der Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion: Vorbote einer Mobilitätsrevolution (Quelle: Daimler)
Der Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion: Vorbote einer Mobilitätsrevolution (Quelle: Daimler)
Der Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion: Vorbote einer Mobilitätsrevolution (Quelle: Daimler)
Der Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion: Vorbote einer Mobilitätsrevolution (Quelle: Daimler)
Der Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion: Vorbote einer Mobilitätsrevolution (Quelle: Daimler)
Der Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion: Vorbote einer Mobilitätsrevolution (Quelle: Daimler)
Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion: Prof. Dr. Thomas Weber, Vorstandsmitglied der Daimler AG verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung (Quelle: Daimler)
Mercedes-Benz F 015 Luxury in Motion: Prof. Dr. Thomas Weber, Vorstandsmitglied der Daimler AG verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung (Quelle: Daimler)
Concept IAA, Mercedes-Benz AMG Vision Gran Turismo, F 015 (Quelle: Daimler)
Concept IAA, Mercedes-Benz AMG Vision Gran Turismo, F 015 (Quelle: Daimler)

Für Daimler-Chef Zetsche geht es strategisch um die Verknüpfung vier großer Mobilitätstrends, die man „CASE“ getauft hat. Die Abkürzung steht für „Connectivity, Autonomes Fahren, Sharing und Elektrifizierung“. Konkret bedeutet das in diesem Fall: Mercedes-Taxis, die wir per Uber-App bestellen und die uns ohne Fahrer ans Ziel transportieren – das ist es, was uns diese neue Kooperation bringen wird. Travis Kalanick, CEO und Mitgründer von Uber: „Uns ist bewusst, wir können diese Zukunft nicht allein verwirklichen. Deshalb öffnen wir die Uber-Plattform für Automobilhersteller wie Daimler. Durch die Kombination der technologischen Stärken von Daimler und Uber können viele Menschen auf Knopfdruck ein zuverlässiges Transportmittel nutzen.“

Uber: Selbstfahrender Volvo in San Francisco

Die Zusammenarbeit eines klassischen Autobauers mit Uber ist allerdings weder neu noch exklusiv: In Pittsburgh und San Francisco kutschiert Uber bereits seit letztem Jahr seine Passagiere in selbstfahrenden Volvo XC90 oder Ford Fusion durch die Stadt.

Anmerkung: Das Titelbild zeigt das autonome Konzeptfahrzeug „Mercedes-Benz F015 Luxury in Motion“ in einer Installation der Künstlerin Sarah Illenberger.
Quelle: Daimler