Darum macht Microsoft Konsolen und Videospiele!

Marco Schabel

Microsoft nimmt unter den großen drei Konsolenherstellern eine Sonderstellung ein, weil sie nicht auf die Xbox-Sparte angewiesen sind. Aber warum mischt der Softwarekonzern überhaupt im Videospiel-Konkurrenzkampf mit?

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Microsoft gehört zu den Umsatz- und vor allem gewinnstärksten Unternehmen der Welt. Diesen Erfolg, der aus Bill Gates einen der reichsten Menschen der Erde gemacht hat, verdankt das Unternehmen aber nicht einmal im Ansatz der Xbox-Sparte. Ob Xbox 360, Xbox One oder die Spiele auf Windows, diese Felder machen gerade einmal einen Bruchteil des Umsatzes der Redmonder aus. Den größten Reibach macht Microsoft stattdessen seit jeher mit ihren Windows-Betriebssystemen und ihren Office-Anwendungen, die in jedem Unternehmen und auf jedem Rechner der Welt zum Standard gehören. Auf diesem Feld besitzt Microsoft ein Quasi-Monopol, wagt sich aber dennoch in andere Bereiche, wie Smartphones und eben Videospiele. Aber warum machen die Amerikaner das?

Im Falle von Nintendo ist die Sache klar: Der japanische Konzern ist seit mehr als 125 Jahren ein reines Spieleunternehmen und seit 40 Jahren auf Konsolen und Spiele fokussiert. Sony macht zwar noch Fernseher, Kameras, Smartphones und andere Dinge, die Geschäftsberichte der letzten Jahre zeigen aber, dass nur die PlayStation-Sparte Gewinn vorweisen kann. Microsoft würde dagegen – rein wirtschaftlich – ohne Videospiele besser dastehen. Das wird aber so schnell nicht passieren, wie Microsoft Studios General Managerin Shannon Loftis jetzt betonte.

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Gamer sind laut Microsoft auch Kunden

Das liege laut der Microsoft-Frau daran, dass auch die Gamer Kunden sind. Das ist jedoch nicht negativ gemeint. „Ich denke, einer der besten Gründe für Microsoft, sich weiter im Videospielbereich zu engagieren ist der, dass auch die Gamer Kunden sind“, so Loftis. „Diese Loyalität, diese Leidenschaft, die sie in ihre Gaming- und Entertainment-Erfahrungen stecken, die Communities, die sie aufgebaut haben.“ Dies seien alles Gründe, auch weiter an der Xbox One und dem ganzen Gaming-Bereich festzuhalten.

Auch die Kinect trägt laut Shannon Loft, trotz ihres Scheiterns, zur Standhaftigkeit der Xbox-Sparte bei. Mit Microsofts Kamera, die ihre Einsatzmöglichkeiten nicht nur an den Konsolen, sondern auch dem PC findet, seien so viele wunderbare Kreationen entstanden. Kreationen, die sich die Macher der Kinect nicht hatten ausmalen können. Viele dieser Dinge seien gut für die Welt, und somit auch gut für Microsoft. Damit wurden erneut die immer wieder aufkeimenden Gerüchte widerlegt, denen zufolge sich Microsoft auf lange Sicht von der Xbox-Sparte trennen wird. Ein Schritt, den manche Investoren bereits seit einiger Zeit fordern.

Auch Xbox-Chef Phil Spencer betonte zuletzt, dass Microsoft den Videospielern erhalten bleiben wird und betonte, dass es auch eine nächste Konsole geben werde. Immerhin seien die Konsolenkunden die besten Kunden der Xbox-Sparte. Für das kommende Jahr wurde zudem schon das beste Lineup der Geschichte angekündigt.

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