Microsoft: Cloud bald für Uncharted, Gran Turismo und co?

Marco Schabel

Zu den großen Versprechen Microsofts für die Xbox One gehört auch die hochgelobte Cloud-Technologie, die unter anderem auf Microsofts Azure-Servern basiert. Diese stehen offenbar auch den PlayStation-Machern von Sony zur Verfügung.

Crackdown - E3 2014 Trailer.mp4.

Cloud to the Rescue. Ein Spruch, der oft benutzt wird, um die hochgelobte Cloud-Technologie Microsofts ins Lächerliche zu ziehen. Das Dreifache an Leistung sollte die Xbox One mit der Cloud-Technologie bieten. Ein Versprechen, welches bis heute nicht wirklich eingelöst wurde. Das hat allerdings auch einen guten Grund. 2013 kündigte Microsoft die Xbox One mit einigen Schwierigkeiten an. Geplante Features, die zum Teil sehr positiv waren, fielen aufgrund der dafür notwendigen Restriktionen einen Shitstorm zum Opfer, darunter auch der „Online-Zwang“. Als dieser entfernt wurde, hatte das nicht nur Auswirkungen auf das Family-Sharing und das Spielen ohne Disc, sondern auch die Cloud-Verwendung. Diese setzt nämlich eine Online-Verbindung voraus. Daher finden wir die Microsoft-Technologie bislang fast nur in Titanfall, Forza Motorsports Drivataren und künftig im Multiplayer von Crackdown 3.

Lasst euch die Power der Cloud nicht entgehen*

Microsoft hat die Technologie aber natürlich noch immer bei sich rumstehen. Einen großen Teil der Cloud machen dabei die sogenannten Azure-Server aus, die, so Xbox-Chef Phil Spencer, nicht Microsoft-exklusiv sind. Im Gegenteil. Wie der Microsoft-Mann jüngst zu verstehen gab, stehen die Pforten der Azure-Server jedermann offen. Via Twitter fragte ein Xbox-Spieler den Cheffe, ob es eine Chance gebe, dass Titanfall 2 ebenfalls ein Microsoft-Exklusivtitel werden könnte. Auf diese Weise könnte auch wieder die Cloud-Technologie zur Befeuerung des Multiplayer-Spiels verwendet werden. Später wurde zudem betont, dass die Cloud generell für Multiplattformer angewendet werden sollte. Zwar äußerte sich Phil Spencer nicht zum Nachfolger des Mech-Gemetzels, betonte aber, dass der Service von jedem Entwickler genutzt werden könne. Selbst wenn das fertige Spiel weder den PC, noch die Xbox erreicht.

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Die Azure-Services sind für jedes Spiel verfügbar, selbst wenn es sich um Exklusivtitel anderer Plattformen handelt. Wir würden niemanden davon abhalten, sie zu nutzen. – Phil Spencer

Sehen wir also bald auch PlayStation 4-Spiele, die die Cloud benutzen? Wird die KI in Uncharted 4 A Thief’s End durch die Cloud befeuert? Sehen wir Drivatare auch in Gran Turismo 7? Einen extern berechneten Trico in The Last Guardian? Zumindest in nächster Zeit wird das wohl unwahrscheinlich sein, da, wie eingangs geschrieben, eine dauerhafte Online-Anbindung vonnöten ist, weswegen nicht einmal Microsoft großen Gebrauch von der Cloud macht. Zudem wird der große Konkurrent wohl eher ungern zur Microsoft-Technologie greifen. Unmöglich ist es aber auch nicht, da Microsoft und Sony im Online-Bereich bereits zusammenarbeiten und jetzt schon Technologien des jeweils anderen nutzen. Warten wir es ab.

Auch ohne Cloud super: Uncharted 4*

Ob Titanfall 2 die Microsoft Cloud verwenden wird, sehen wir wohl spätestens, wenn das Spiel irgendwann einmal fertig ist und veröffentlicht wird. Bislang wissen wir nicht einmal, welche Plattformen mit Titanfall 2 versorgt werden. Bestätigt wurde lediglich eine Entwicklung für mehrere Plattformen, was auch nur die Xbox One und der PC sein könnten.

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