Microsoft: Feature-Phone-Sparte geht für 350 Millionen an Foxconn (Update)

Peter Hryciuk

Microsoft hat im vergangenen Quartal nicht nur sehr wenige Lumia-Smartphones mit Windows 10 Mobile verkauft, sondern auch deutlich weniger Feature-Phones, die immer noch unter dem Nokia-Markennamen auf den Markt gebracht werden. Als Konsequenz der fallenden Verkaufszahlen möchte Microsoft das Geschäft nun wohl an Foxconn abtreten. Das wiederum könnte zu weiteren Entlassungen führen.

Update: Microsoft hat den Verkauf der Feature-Phone-Sparte an ein Tochterunternehmen von Foxconn für 350 Millionen Dollar bestätigt. Das Nokia-Branding wird genau so übertragen, wie die Technologien und weitere Informationen, die zur Weiterführung des Geschäfts nötig sind. 4.500 Mitarbeiter können in das neue Unternehmen wechseln. Microsoft hat nochmals bekräftigt, dass davon nicht Windows 10 Mobile betroffen ist. Das Betriebssystem wird für Lumia-Smartphones und andere Hersteller ganz normal weiterentwickelt.

Nokia 130.

Microsoft Feature-Phone-Sparte könnte an Foxconn gehen

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Die neusten Gerüchte um die Feature-Phone-Sparte kommen aus China und besagen, dass Microsoft angeblich den Verkauf des mittlerweile auch nicht mehr so erfolgreichen Geschäftsbereichs an den gigantischen Auftragsfertiger Foxconn plant. Microsoft bietet die Feature-Phones zu kleinen Preisen weiterhin unter der Marke Nokia an, denn diese Rechte für solche Geräte hat das Unternehmen bei der Übernahme der Mobilfunksparte von Nokia bis 2024 erhalten. Die günstigen Handys werden immer mehr von günstigen Smartphones vom Markt verdrängt und so sind auch die Verkaufszahlen immer weiter gefallen. Microsoft hat also auch in diesem Bereich nicht mehr die erhofften Erfolge vorzuweisen, wie es bei den Lumia-Smartphones schon seit mehreren Quartalen der Fall ist.

Nokia-Marke soll an Foxconn gehen

Der Auftragsfertiger Foxconn könnte die Feature-Phone-Sparte nun übernehmen und neue Geräte produzieren, die dann aber auch weiterhin als Nokia-Handys auf den Markt kommen. Der Markenname ist natürlich der wichtigste Part dieses Deals, denn unter der Bezeichnung lassen sich solche Handys in Europa und anderen Ländern deutlich einfacher verkaufen. Der Bekanntheitsgrad von Nokia ist immer noch enorm. Für die Nutzung der Bezeichnung würde Foxconn Microsoft natürlich Lizenzgebühren bezahlen, wie es damals schon beim Nokia-N1-Tablet der Fall war, welches von Nokia entwickelt und von Foxconn gebaut und vermarktet wurde.

Für die Mitarbeiter von Microsoft, die in der Feature-Phone-Sparte beschäftigt sind, würde der Verkauf vermutlich mit einer Entlassung enden. Seit der Übernehmen der Mobilfunksparte von Nokia und den Mitarbeitern, gab es schon über 18.000 Entlassungen. Offiziell äußern wollte sich Microsoft dazu noch nicht.

Quelle: vtechgraphy via mspoweruser
Hinweis: Titelbild zeigt Nokia 130

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