Microsoft-Patent: Elektronisches Papier wird zum Surface-Touch-Cover

Peter Hryciuk

Microsoft hat ein Patent für ein „Dual Display Device“ eingereicht, bei dem ein Display die Arbeit als Bildschirm übernimmt, während das zweite Display als elektronisches Papier fungiert, um beispielsweise die Tastatur darzustellen. Die Möglichkeiten sind aber noch vielfältiger.

Surface Pro 4 Test.

Surface-Tablet bald mit Tastatur aus elektronischem Papier?

Microsoft hat bereits in der Vergangenheit mit verschiedenen Tastaturen für das eigene Surface-Tablet experimentiert. Es gab vor Jahren beim Surface Pro 2 ein „Touch Cover“ zur Wahl, welches als Alternative zum „Type Cover“ angeboten wurde. Diese berührungsempfindliche Tastatur, die keine physischen Tasten besitzt, war aber recht schwer zu bedienen, da bei Eingaben kein Feedback von der Tastatur kam. Man hat eher wie auf einem Touchscreen geschrieben. Deswegen hat Microsoft bei neueren Modellen wie dem Surface Pro 4 darauf verzichtet.

Nun könnte diese Idee in einer neuen Version wieder aufleben. Ein Microsoft-Patent beschreibt ein Gerät mit zwei Displays. Die Tastatur würde also zu einem Display werden, die unterschiedliche Eingabemöglichkeiten darstellt. Das Layout könnte sich auf die jeweilige Situation anpassen und so einen echten Mehrwert bieten. Microsoft möchte dafür elektronisches Papier (E-Paper) verwenden. Ähnlich wie bei einem E-Ink-Display könnten die Layouts dauerhaft dargestellt werden, ohne Energie zu verbrauchen. Es gäbe aber die Möglichkeit das Aussehen der Tastatur zu verändern und so eine Anpassung an ein Programm zu realisieren.

Lenovo hat es beim Yoga Book in einer reduzierten Version vorgemacht. Statt auf eine klassische Tastatur zu setzen, hat der chinesische Hersteller ein großes Touchpad mit Digitizer verbaut. Im normalen Betrieb ist die Tastatur zu sehen, schaltet man um, kann mit einem Stylus auf der Tastatur geschrieben werden – das Tastaturlayout wird in dieser Zeit einfach nicht beleuchtet und wirkt dadurch unsichtbar, wie in unserem Test zum Yoga Book gut zu sehen ist.

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Deutlich größerer Funktionsumfang geplant

Microsoft möchte das E-Paper aber nicht nur zur Darstellung von Eingabemöglichkeiten verwenden, sondern als zweites Display mit dynamischen Informationen. Schaut man sich ein Video, eine Serie oder einen Film an, werden dort zusätzliche Details und speziell dafür angepasste Bedienelemente angezeigt. Hört man sich Musik an, bekommt man das Cover des Albums und die dafür passenden Buttons angezeigt, um nicht zum Hauptdisplay greifen zu müssen. Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt.

Quelle: patentscope via mspoweruser

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