Microsoft Pre-Touch: Display erkennt Gesten ohne Berührung

Peter Hryciuk 2

Mit Microsoft Pre-Touch hat die Entwicklungsabteilung Microsoft Research ein neues Display vorgestellt, welches Gesten und Bewegungen erkennt, noch bevor das eigentliche Display überhaupt berührt wurde. Passend dazu demonstriert Microsoft ein Interface im Video, welches von dieser zusätzlichen Eingabemethode profitiert. So werden bestimmte Funktionen in unterschiedlichen Situationen vorgeschlagen, noch bevor das Endgerät überhaupt berührt wurde. Das ist wirklich innovativ.

Microsoft Pre-Touch.

Pre-Touch als zusätzliche Eingabemethode

Wie die Bezeichnung „Pre-Touch“ schon sagt, werden Eingaben bereits vor der Berührung des eigentlichen Displays erkennt und ermöglichen so ein komplett neues Bedienkonzept. Befindet man sich nämlich gerade in einem Video, werden die Bedienelemente dafür nicht erst angezeigt, wenn man den Bildschirm berührt, und verschwinden wieder, nach einer erneuten Berührung, sondern werden dargestellt, wenn sich der Finger dem Display bereits nähert und verschwinden, wenn sich der Finger wieder entfernt. Die Anzeigen müssen dabei auch keinen statischen Platz haben. Hält man das Display in der rechten Hand und fährt mit dem Daumen über das Display, werden auch nur dort die Anzeigen dargestellt und können so direkt bedient werden.

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Pre-Touch im Browser

Ein weiteres Einsatzgebiet sieht Microsoft im Browser. Bereits wenn mit dem Finger über eine Webseite mit Links oder Inhalten gefahren wird, werden die Elemente markiert und so hervorgehoben. Nimmt man zwei Finger, kann man ohne Berührung eine Seite vor oder zurück wischen. Obwohl es sich dabei noch um ein Projekt in einer frühen Entwicklungsphase handelt, funktioniert die Bedienung schon ziemlich gut.

Hybrid-Touch verbindet beide Eingabemethoden

Wirklich interessant wird es aber, wenn die Pre-Touch und normale Toucheingaben zusammenarbeiten. Demonstriert wird diese Funktion in einem Dateimanager. Wenn man ein Dokument auswählt, dieses mit dem Finger auf dem Display festhält und sich dann mit einem weiteren Finger dem Display nähert, tauchen genau dort Optionen auf, die man direkt auswählen kann. Bisher tauchen die Optionen an einem festgelegten Platz auf, wenn man die Datei längere Zeit gedrückt hielt. So lässt sich deutlich effizienter mit einer Hand auf dem Smartphone arbeiten.

Microsoft verwendet dabei ein ganz normales kapazitives Display, welches wir von vielen Smartphones kennen. Durch die Erhöhung der Spannung wird die Erkennung der Finger deutlich ausgeweitet, wie man es vom Handschuhmodus von Smartphones kennt. Dort werden Eingaben auch erkannt, selbst wenn das Display nicht direkt berührt wird. Ob Microsoft diese Pre-Touch-Technologie aber final in ein Gerät verbaut, muss abgewartet werden. Dazu müsste das System speziell angepasst sein, wie man es von druckempfindlichen Displays kennt.

via golem

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