Microsoft steht vor größtem Jobabbau in Konzerngeschichte

Julien Bremer

Microsoft steht vor einer enormen Entlassungswelle. Wie Konzernchef Satya Nadella mitteilte, müssen bis zu 18.000 Angestellte gehen. Ausschlaggebend für diesen herben Einschnitt ist die Übernahme von Nokia.

Insgesamt hat das Unternehmen 127.000 Arbeitsplätze. Durch die Umstrukturierung streicht der Konzern satte 14 Prozent seiner Stellen. Insgesamt soll der komplette Abbau bis Mitte des nächsten Jahres abgeschlossen werden. Die Streichung von 13.000 Stellen sei aber bereits in die Wege geleitet. Der Löwenanteil Kündigungen betrifft Nokia. Gleich 12.500 Jobs werden hier wegfallen, teilte Nadella in einer E-Mail an alle Angestellten mit.

Laut der Nachricht sei dies eine sehr schwere, aber notwendige Entscheidung gewesen, um das Unternehmen für die Zukunft neu auszurichten. Zwar gehört Microsoft im PC-Bereich noch immer zu den führenden Unternehmen, verliert aber im Smartphone- und Tablet-Markt den Anschluss an die Konkurrenz. Nadella versprach den gekündigten Mitarbeitern Abfindungen und Hilfe bei der Suche nach einem neuen Job.

Als Ergebnis der Umstrukturierung soll Microsoft zukünftig schneller und flexibler reagieren. Ein Abbau in der Management-Ebene soll dazu führen, dass Informationen schneller weitergegeben werden und Entscheidungen zügiger getroffen werden können. In bestimmten Bereichen werden sogar neue Jobs geschaffen.

Microsoft übernahm Nokia im April für 7,2 Millarden US-Dollar. Damit einher ging auch der Wechsel von 25.000 Angestellten. Bereits nach der Übernahme kündigte das Unternehmen aus Redmond an, innerhalb von 18 Monaten satte 600 Millionen Dollar in der Sparte einsparen zu wollen. Der Kollege Martin hat bereits vorgestern über ein solches Gerücht informiert:

  • Microsoft: Entlassungswelle nach Nokia-Übernahme

 Quelle: Microsoft.com

 

 

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