Microsoft möchte, dass heutige Computer-Interessierte einen umfassenden Einblick in die Anfänge des Aufstiegs des Personal Computers bekommen und gibt in Hinblick darauf den Quellcode von MS-DOS und Word frei. Im digitalen Museum Computer History könnt ihr ab sofort den Source Code von MS DOS V1.1. und 2.0 sowie von Word 1.1a herunterladen.

Der Download der Source Codes versteht sich unter Microsoft Research License Agreement, dass heißt das Verändern und jegliche Verwendung des Codes ist genehmigt, allerdings nur für private und nicht für kommerzielle Zwecke.

Source Code von MS DOS zum Download

Heißt genauer, dass ihr einen tiefen Einblick in die Dateien nehmen könnt, den Quellcode übersetzen und verändern und die Anwendung betreiben könnt, allerdings nicht im kommerziellen Umfang, etwa im Rahmen von Lehr- und Lernveranstaltungen.

Mit dem Release im Computer History Museum veröffentlicht Microsoft den Code für MS-DOS und Word erstmalig für eine breite Öffentlichkeit. Sowohl MS DOS als auch Microsoft Word gehören zu den meist benutzten Programmen der Achtziger Jahre. Bereits 1980 kontaktierte IBM Microsoft, um ein Betriebssystem zu entwickeln. Dieses hörte in der Anfangszeit noch auf den Namen „Chess“.

Quellcode von MS DOS und Word – kostenloser Download im Computer History Museum

Die erste Word-Version, die auf DOS basierte, veröffentlichte Microsoft 1983. Durchstarten konnte die Textverarbeitung allerdings erst Ende der Achtziger Jahre. Neben dem eigentlichen Quellcode bestehend aus rund 100 Dateien in der Größe von 1.5 MB und rund 46.500 Zeilen Assembler-Code kommt das Downloadpaket zudem mit Textdateien, die einzelne Programmteile dokumentieren. Auf der Webseite vom Computer History Museum findet ihr sowohl die Source Codes der beiden Anwendungen als auch weitere Informationen zur Hintergrundgeschichte und Anekdoten aus rund 30 Jahren MS DOS und Word.

Microsoft MS DOS early source code im Computer History Museum

Microsoft Word Source Code im Computer History Museum

Weitere Artikel zum Thema:

Quelle: heise

Hat dir dieser Artikel gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook oder Twitter folgen.