Microsoft will Nutzer bei Hack durch Regierung warnen

Peter Hryciuk 1

Microsoft will seine Nutzer vor staatlichen Hackern zukünftig warnen, wenn sich diese unbefugten Zugriff zu Services wie Outlook oder OneDrive verschafft haben. Damit will man die Daten der Kunden noch besser schützen und offener mit dem Problem umgehen.

Microsoft will Nutzer bei Hack durch Regierung warnen

Microsoft warnt Nutzer vor staatlichen Hackern

Microsoft will die Daten und persönlichen Informationen seiner Nutzer schützen und warnt nun proaktiv vor staatlichen Hackern, die sich unbefugt Zugriff auf die Daten verschafft haben. Microsoft nennt dabei den Zugriff auf den Microsoft Account und somit den Zugang zum Outlook.com Postfach mit E-Mails sowie OneDrive und den dort in der Cloud gespeicherten persönlichen Daten. Das Unternehmen will die eigenen Kunden demnach zukünftig warnen, wenn man davon ausgeht, dass sich staatliche Hacker Zugriff verschafft haben und der Account kompromittiert wurde.

Microsoft hat bereits in der Vergangenheit Nutzer informiert, wenn man unbefugten Zugriff von Dritten vermutet hat, damit diese Vorkehrungen zum Schutz treffen können. Dieses Mal spricht das Unternehmen aber explizit von unerlaubten Zugriffen von staatlichen Stellen. Sollte es ausreichend Beweise für einen solchen Zugriff geben, wird man die Nutzer davon in Kenntnis setzten, damit diese Vorkehrungen treffen können. Microsoft sieht in solchen Zugriffen eine viel größere Gefahr als von Hackern.

Sollte man eine solche Nachricht erhalten, wird den Nutzern geraten, bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Der PC sollte zudem nach Malware und Viren durchsucht werden. Es muss nicht immer zwingend ein Eingriff aus staatlicher Seite sein, doch die gesammelten Informationen durch Microsoft könnten dieses nahelegen. Da Microsoft das Problem nun so öffentlich macht, muss es genug Zugriffe gegeben haben.

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Wie kann man seinen Account schützen?

Microsoft zählt verschiedene Möglichkeiten auf, um den eigenen Account zu schützen.

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung: Die Authentifizierung mit zwei Schritten über ein zusätzliches Gerät wie ein Smartphone wird dringend empfohlen und sollte immer genutzt werden, wenn die Möglichkeit besteht.
  • Starkes Passwort: Das am häufigsten genutzte Passwort ist immer noch 123456. Man sollte sich ein möglichst ungewöhnliches Passwort mit Buchstaben, Zahlen und Zeichen ausdenken.
  • Ungewöhnliche Aktivitäten: Microsoft bietet die Möglichkeit die „Letzten Aktivitäten“ des Accounts einzusehen. Dort bekommt man einen Überblick, was zuletzt mit dem Account gemacht wurde. Wird dort z.B. aus einem anderen Land auf den Account zugegriffen, dann stimmt dort was nicht.
  • E-Mails und Webseiten: Man sollte natürlich nicht auf jede Werbemail klicken und Daten herunterladen, die man nicht kennt. So kann man sich schnell Malware und einen Virus einfangen.
  • Anti-Viren-Software: Natürlich sollte man ein Anti-Viren-Programm installiert haben und auf dem neusten Stand halten. Es sollte generell jegliche Software auf dem neusten Stand gehalten werden.

Quelle: Microsoft Blog via drwindows

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