Microsofts Spracherkennung erreicht menschliches Niveau

Thomas Lumesberger

Microsoft hat einen großen Durchbruch in Sachen Spracherkennung verkündet. Angeblich besitzt die neue Software nur eine Fehlerquote von 5,9 Prozent und ist damit auf menschlichem Niveau.

Microsofts Spracherkennung erreicht menschliches Niveau

Ein Team der „Microsoft Artificial Intelligence and Research“-Gruppe hat einen Durchbruch erzielt. Erstmals in der Geschichte der künstlichen Intelligenz hat ein Algorithmus eine derart niedrige Fehlerquote erreicht. Den Angaben von Microsoft zufolge werden nur 5,9 Prozent der gesprochenen Wörter falsch erkannt. Diese Quote erreicht auch ungefähr ein menschlicher Sekretär.

Geoffrey Zweig, der Manager der entsprechenden Abteilung, hat in einem Interview verkündet, dass diese Erfolgsquote durch die Verwendung der neuesten Technologie für neuronale Netze in Zusammenarbeit mit einem neuronalen Sprachmodell ermöglicht wird. Das Sprachmodell gruppiert ähnliche Eingaben, um eine schnelle Erkennung der Sprache zu gewährleisten.

Noch viel Arbeit ausständig

Cortana-Deutsch

Natürlich ist Erkennen noch lange nicht das gleiche wie Verstehen und Microsoft weiß das auch. Allerdings ist das Unternehmen zuversichtlich die neu gewonnene Funktionalität schon bald beim virtuellen Assistenten Cortana, der Xbox Suche und der Sprache-zu-Text-Transkription einsetzen zu können.

Darüber hinaus gilt es noch die Herausforderung, Störgeräusche effektiv auszublenden, zu bewältigen. Straßenverkehr, mehrere sprechende Personen in einem Raum sowie Sprachen und Dialekte sind die natürlichen Feinde der Spracherkennungen.

Zudem muss natürlich auch an der Funktionsvielfalt gearbeitet werden und die Assistenten sollen die Sprache mehr wie Menschen verstehen. Damit ist vor allem gemeint, dass Befehle wie „Sende eine Nachricht an meine Freundin: Ich komme heute später nach Hause.“ auch beispielsweise so gesagt werden können: „Sag meiner Freundin, dass ich heute später nach Hause komme.“

Das wird auf jeden Fall noch ein langer und beschwerlicher Weg, allerdings ist dieser Durchbruch von Microsoft ein guter Anfang.

Quelle: Microsoft via AndroidAuthority

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