Steve Ballmer: Smartphones Schuld an Streit mit Bill Gates

Oliver Janko 2

Wie das Leben so spielt: Lange Zeit galten Bill Gates und Steve Ballmer als enge Freunde und sich respektierende Kollegen. Dem Druck der Branche hielt die Beziehung aber scheinbar nicht stand – warum, erklärte Ballmer nun in einem Interview mit den Kollegen von Bloomberg.

Steve Ballmer: Smartphones Schuld an Streit mit Bill Gates
Bildquelle: Robert Sorbo/Microsoft/Handout, CC BY 2.0.

Das waren noch Zeiten, als Bill Gates und Steve Ballmer gemeinsam in übergroßen Anzügen zu „What is love“ sangen und tanzten, um das damals neue Windows 95 zu bewerben. Das Video überdauerte die Zeit und gilt mittlerweile als Klassiker. Die Freundschaft allerdings hatte dem Zahn der Zeit offenbar nichts entgegenzusetzen – oder zumindest nicht den unterschiedlichen Ansichten, die die beiden ehemaligen CEOs von Microsoft in Sachen Smartphones hatten.

Steve Ballmer erklärte nun in einem ausführlichen Interview mit Bloomberg, warum die beiden mittlerweile nicht mehr so eng miteinander sind. Es gab demnach tiefgründige Auffassungsunterschiede, was die strategische Ausrichtung des Unternehmens betrifft. Genauer: Bei der Einführung von Windows Phone war man sich genauso wenig einig wie beim Einstieg in den Hardwarevertrieb und schlussendlich auch bei der Übernahme von Nokia.

Steve Ballmer: Einstieg in den Smartphone-Markt zu spät

Steve Ballmer wäre laut eigenen Ansagen schon deutlich früher in den Smartphone-Sektor eingestiegen. Eine durchaus mutige Behauptung, war der vormalige CEO doch auch der Meinung, dass das iPhone keine Erfolgsgeschichte werden würde. Das revidierte er nun, er habe gewissermaßen die Tatsache unterschätzt, dass der damalige Neuling derart stark von den Mobilfunkbetreiber angenommen wurde. Wie dem auch sei, der Zug wurde verpasst, und als Ballmer dann als CEO endlich voranpreschen wollte, weigerte sich der Aufsichtsrat rund um Bill Gates. Die Entscheidung, den Schritt in Richtung Hardwaregeschäft dennoch zu wagen, hätte die beiden entzweit. Dazu kamen die angespannte Aktiensituation und weitere Unstimmigkeiten bei der Übernahme von Nokia. Ballmer dazu: „Es war keine einfache Situation für uns beide, es gab einfach viele kleine Meinungsverschiedenheiten bei der Ausrichtung von Microsoft.“

Die gute Nachricht: Das Schiff ist mittlerweile auf Kurs, Microsofts Hardwaregeschäft läuft gut. Zwar müssen viele der früheren Windows Phones schlichtweg als Flop bezeichnet werden, alleine die Surface-Reihe sorgt heute aber für Umsätze in Milliardenhöhe.

Quelle: Bloomberg

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Video: Microsoft Surface Studio
Microsoft Surface Studio.

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