Windows 10: Microsoft von Datenschutzbehörde in Frankreich abgemahnt

Peter Hryciuk 1

Microsoft wurde wegen Windows 10 in Frankreich von der Datenschutzbehörde CNIL abgemahnt, da das neue Betriebssystem zu viele Daten an das Unternehmen überträgt, die für eine reibungslose Funktion nicht nötig sind.

Windows 10: Microsoft von Datenschutzbehörde in Frankreich abgemahnt

Windows 10 sammelt zu viele unnötige Daten

Das neue Windows-10-Betriebssystem soll laut der französischen Datenschutzbehörde CNIL gegen das Gesetz verstoßen, da zu viele Daten gesammelt werden, die für die reine Funktion des Systems nicht nötig sind. Es ist schon lange kein Geheimnis, dass Windows 10 sehr viele persönliche Daten der Nutzer sammelt, um bestimmte Inhalte empfehlen zu können oder Funktionen zu ermöglichen. Cortana funktioniert beispielsweise nur, wenn man einen Microsoft-Account nutzt und den Standort freigibt. Im Windows Store bekommt man Apps und Spiele vorgeschlagen, die zu den zuletzt heruntergeladenen Anwendungen passen. Weiterhin hinterlegt Windows 10 Werbe-Cookies und Tracking-IDs, ohne dass die Nutzer darüber informiert werden. All diese Daten stellen nicht sicher, dass Windows 10 funktioniert. Deswegen verstoße die Übertragung und Sammlung gegen das französische Datenschutzgesetz.

Die Datenschutzbehörde sieht zudem im vierstelligen PIN für Windows 10 eine große Sicherheitslücke. Die Daten zum Benutzerkonto und Windows 10 können damit nicht ausreichend geschützt werden. Es gibt keine Limitierung beim Versuch der Eingabe von PINs. Demnach könnte das System mit genug Zeit und Aufwand ohne Probleme geknackt werden. Die Daten werden zudem nach dem für ungültig erklären Safe-Harbor-Abkommen immer noch in die USA verschickt.

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Frist für Nachbesserungen in Windows 10 gesetzt

Microsoft hat nun eine Frist von drei Monaten, um Windows 10 so anzupassen, dass es zu den Datenschutzgesetzen in Frankreich passt. Es wurde bisher noch keine Strafe in Aussicht gestellt, wenn der Abmahnung durch die CNIL nicht nachgegangen wird. Laut der Datenschutzbehörde will man sich erst mit einer Strafe befassen, wenn Microsoft den Vorgaben nicht nachkommt. Microsoft soll aber bereit sein mit der Datenschutzbehörde zu kooperieren.

Quelle: cnil via heise

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