Moto X Pro: Nexus 6-Variante mit Moto-Software angekündigt

Tuan Le 3

Motorola will unter Lenovos Führung wieder den chinesischen Markt in Angriff nehmen – und zwar mit gleich drei verschiedenen Smartphones. Während es sich beim Moto X (2014) und Moto G (2014) um alte Bekannte handelt, stellt das Moto X Pro offensichtlich eine Abwandlung des Nexus 6 dar.

Moto X Pro: Nexus 6-Variante mit Moto-Software angekündigt

Auf dem hart umkämpften chinesischen Smartphone-Markt versucht Lenovo mithilfe des im Oktober 2014 übernommenen Mobilfunk-Pioniers Motorola weitere Anteile zu ergattern. In der Vergangenheit hatte Motorola unter Googles Führung den asiatischen Sektor aufgrund immer weiter stagnierender Verkaufszahlen aufgegeben, doch unter Lenovo – seit dem Milliarden-Deal mit Google der neue Inhaber von Motorola – soll das Vorhaben diesmal gelingen. Sowohl das Moto X (2014) als auch das Moto G (2014) sollen entsprechend in Kürze für den asiatischen Raum verfügbar gemacht werden – das ringt vielen Nutzern hierzulande sicherlich kaum ein müdes Lächeln ab, da die beiden Geräte in Deutschland schon seit geraumer Zeit verfügbar sind. Doch wie sieht es mit einer Moto-Variante des Nexus 6 aus?

Moto X Pro mit Nexus 6-ähnlichen Spezifikationen vorgestellt

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Direkt als solche bewirbt Motorola das neue Phablet zwar nicht, aber das Pressebild spricht Bände. Im Prinzip handelt es sich um ein Nexus 6, bei dem lediglich der Nexus-Schriftzug auf der Rückseite fehlt. Möglicherweise ist das Moto X Pro mangels der Verfügbarkeit des Google-Phablets in China spezifisch für jenen Markt entwickelt worden. Google hat sich 2010 aus China zurückgezogen und ist seitdem mit der chinesischen Regierung, unter anderem wegen strenger Zensurvorgaben seitens der Regierung, in Gesprächen. Selbst der Play Store ist nach wie vor in China nicht verfügbar, ebenso fehlt es an entsprechenden Lizenzen für Google-Apps. Gut möglich also, dass Kunden aus der Region zumindest einen Ersatz für das Nexus 6 in Form des Moto X Pro erhalten sollen.

Vielleicht ist es aber auch genau umgekehrt und das Nexus 6 ist eigentlich auf der Grundlage des Moto-Phablets entstanden. Es kursierten nämlich bereits einige Gerüchte, dass das Nexus 6 ursprünglich als Smartphone der Android Silver-Reihe auf den Markt kommen sollte und nach der Aufgabe jener Pläne dann in letzter Sekunde zum Nexus-Phablet umgebrandet wurde. Das Moto X Pro gleicht dem Nexus 6 jedenfalls auch bezüglich der Spezifikationen bis aufs Haar. So verfügt es über ein 6 Zoll in der Diagonale messendes WQHD-Display, was einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel entspricht – genau wie beim Google-Pendant. Ebenfalls mit an Bord ist der Snapdragon 805 Quad Core-Prozessor mit einer maximalen Taktung von 2,7 GHz, der wie die 13 MP-Kamera und der 3.220 mAh fassende Akku auch im Nexus-Phablet seinen Platz findet. Ein offenkundiger Unterschied liegt bei der Software, da das Moto X Pro mit einer leicht abgewandelten Version von Android 5.0 Lollipop ausgestattet sein wird. Diese orientiert sich in weiten Teilen zwar an Googles Oberfläche, könnte jedoch noch die eine oder andere nützliche Zusatzfunktion mit sich bringen. Vielleicht funktioniert beim Moto X Pro sogar die beim Nexus 6 beschnittene Benachrichtigungs-LED und das Double-Tap-to-Wake-Feature. Alle bereits bekannten Spezifikationen des Moto X Pro im Überblick:

Display 6-Zoll-WQHD-Display (2.560 x 1.440 Pixel)
Prozessor Qualcomm Snapdragon 805 mit 2,7 GHz
Kamera 13 Megapixel Kamera mit OIS
Akku 3.220 mAh

Ab Anfang Februar sollen die Motorola-Smartphones auf dem chinesischen Markt landen. Zudem können die chinesischen Kunden bis zum 26. Januar abstimmen, in welchen Farbkombinationen das Moto X (2014) zuerst auf den Markt kommen soll, wobei später auch eine Anpassung über den MotoMaker möglich sein wird. Zu einem Release des Moto X Pro außerhalb Asiens hat man sich bislang noch nicht geäußert – wir werden euch diesbezüglich aber auf dem Laufenden halten.

Quelle: Motorola Blog via Phandroid

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