Motorola: Noch stärker konfigurierbare Smartphones könnten Wirklichkeit werden

Lukas Funk 10

Vor der Veröffentlichung des Moto X rankten sich teils hanebüchene Gerüchte darum, dass das Smartphone komplett vom Kunden konfigurierbar sei: Nicht nur Aussehen, auch Prozessor und Arbeitsspeicher sollten Kunden ihren Wünschen anpassen können. Dass dem nicht so ist, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben: Nur das Äußere des Smartphones lässt sich individualisieren. Doch das könnte sich in Zukunft ändern: Motorola Mobility ließ jetzt durchblicken, dass Kunden auch Display und Speicherkonfiguration an eigene Wünsche anpassen könnten.

Motorola: Noch stärker konfigurierbare Smartphones könnten Wirklichkeit werden

Ausgerechnet am 10. September, dem Tag der Vorstellung der neuen iPhones 5C und 5S, hatte auch Motorola ein Event anberaumt. Dieses war allerdings weit weniger publik und widmete sich dem Neustart des Unternehmens unter Führung Googles, mit besonderem Augenmerk auf die Fertigungsstätte in Texas und die Zukunft Motorolas.

Vor Ort waren unter anderem die Kollegen von Engadget, welche CEO Dennis Woodside und Senior Vice President Mark Randall, verantwortlich für die Fertigungskette, den ein oder anderen interessanten O-Ton entlocken konnten. So sei das Moto X nur der Anfang dessen, was das „neue“ Motorola Mobility in Sachen Individualisierung von Smartphones plane. Man arbeite aktiv daran, den Kunden zukünftig nicht nur das Gehäuse, sondern auch Hardware wie Arbeitsspeicher, Prozessor und vielleicht sogar Display-Größe konfigurieren zu lassen.

Das Moto X diene dazu, die Akzeptanz für ein solches Projekt in der Bevölkerung sowie die Ansprüche an die eigene Infrastruktur auszuloten. Bisherige Analysen haben beispielsweise ergeben, dass Dunkelblau mit großem Abstand die beliebteste Gehäusefarbe des Moto X sei, die beliebteste Kombination sei dagegen ein schwarzes Gerät mit orangenen Akzenten.

Bis es soweit ist, werde allerdings noch einige Zeit ins Land gehen. Derzeit scheint Motorola noch Probleme mit der Gravur der Geräte zu haben, einem Feature, das zum Start des Moto Makers versprochen wurde, bislang aber nicht verfügbar ist.

Prominentester Gast der Veranstaltung war übrigens Rick Perry, seines Zeichens Gouverneur von Texas. Dieser pfefferte sein iPhone vor laufenden Kameras kurzerhand auf den Boden (in diesem Video ab 2:35 zu sehen), als ihm ein Moto X in den Staatsfarben überreicht wurde — ob er zukünftig dieses nutzen wird oder nur einen guten Grund brauchte, zum iPhone 5S zu wechseln, ist nicht bekannt.

Quelle: Engadget [via SmartDroid]

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