Neue NASA-Raumanzüge mit Hoodie und Reebok-Schuhen

Stefan Bubeck

Astronauten sehen nicht mehr aus wie das aufgeblasene Michelin-Männchen, denn der neue Starliner-Raumzug von Boeing hat Style und clevere Features.

Der neue Starliner Raumanzug für die NASA.

Historische Bilder zahlreicher NASA-Missionen – insbesondere die der Mondlandungen – haben unsere Vorstellung von Astronauten geformt: Das sind Menschen in dicken weißen Anzügen, deren Bewegungen stark eingeschränkt sind. Diese Zeiten sind womöglich endgültig vorbei, denn was Boeing nun als die neue Generation der Raumanzüge für die NASA vorgestellt hat, wirkt geradezu locker-leicht und ist zukunftsweisend ausgestattet. Dabei muss man allerdings zwischen Außen- und Inneneinsatz unterscheiden.

Starliner Raumanzüge: Atmungsaktiv und deutlich leichter

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Tiefblaues Material und ein körperbetonter Schnitt – die neuen Anzüge sind speziell für das in Entwicklung befindliche Raumschiff CST-100 Starliner entwickelt worden und symbolisieren den Aufbruch in eine neue Ära. Sie verbinden bewährte Features ihrer Vorgänger mit neuen Ideen, dabei sind sie rund 40 Prozent leichter geworden. Die Kühlung ist verbessert und Feuchtigkeit wird nach außen abtransportiert, während die Luft drin bleibt – nicht ganz unwichtig beim geplanten Verwendungszweck.

Weitere Features: Die Handschuhe sind Touchscreen-freundlich, man könnte damit also auch Tablets bedienen, die sich an Bord befinden. Die atmungsaktiven Weltraumstiefel erinnern vom Aussehen her ein wenig an Sneaker – vielleicht liegt das daran, dass der Sportschuhhersteller Reebok an deren Entwicklung beteiligt war. Weitere Anleihen bei Streetfashion zeigt auch das Design des neuen Helms. Dieser wird wie ein Hoodie übergestülpt und per Reißverschluss luftdicht verschlossen.

Quelle: Boeing / NASA
Quelle: Boeing / NASA
Quelle: Boeing / NASA
Quelle: Boeing / NASA
Quelle: Boeing / NASA
Quelle: Boeing / NASA
Quelle: Boeing / NASA
Quelle: Boeing / NASA
Die Starliner Kapsel (Quelle: Boeing / NASA)
Die Starliner Kapsel (Quelle: Boeing / NASA)
Dezember 1972: Eugene A. Cernan, Commander, Apollo 17  (Quelle: NASA)
Dezember 1972: Eugene A. Cernan, Commander, Apollo 17 (Quelle: NASA)

Die Starliner-Suits sind allerdings nicht für den Außeneinsatz konzipiert, wie man als Laie vielleicht auf den ersten Blick annehmen möchte – denn ihnen fehlt der Schutz vor Mikrometeoriten und Sonnenstrahlung. Sie werden im Inneren des Raumschiff getragen, insbesondere während den Start- und Landemanövern zwischen der Erde und der internationalen Raumstation. In diesen Situationen ist die Gefahr technischer Komplikationen am höchsten – deshalb tragen Astronauten spezielle Anzüge und einen Helm, etwa falls ein plötzlicher Druckabfall stattfindet.

Quellen: Wired, Boeing

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