Mann hat ein Bewerbungsgespräch bei Naughty Dog und fängt an zu weinen

Lisa Fleischer 2

Boon Cutter bewarb sich bei Entwickler Naughty Dog – ohne daran zu glauben, dass er wirklich genommen wird. Das Bewerbungsgespräch verläuft dementsprechend durchwachsen – bis Cutter bei einer Frage besonders emotional wird.

Momentan entwickelt Naughty Dog übrigens den zweiten Teil von The Last of Us. Den neusten Trailer zum Spiel kannst du dir hier angucken:

The Last of Us 2: Reveal-Trailer.

Was genau passiert ist und was er daraus gelernt hat, das teilte der Entwickler jetzt auf Twitter seinen Followern mit – und lässt Naughty Dog damit in einem ganz besonderen Licht erscheinen.

Boon Cutter kommt eigentlich aus Australien und verließ für das Bewerbungsgespräch bei dem Entwickler von Reihen wie Crash Bandicoot, Uncharted und eben The Last of Us zum ersten Mal seine Heimat. Auch, wenn er nicht wirklich daran glaubte, den Job zu bekommen, freute er sich wie ein kleines Kind, im Hauptbüro seines Lieblingsstudios zu stehen. Er nahm sich vor, sich nicht zu sehr vorzubereiten und einfach so zu sein, wie er ist.

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Leider hatte er dadurch aber auch nicht immer die passende Antwort parat. So fragte ihn Director Bruce Strayley wohl: „Du warst bei deinem letzten Projekt ja Lead Artist. Wie viele Artists haben dort noch gearbeitet?“ Cutter erwiderte darauf: „Ehhh … LOL … Nur ich.“ Das brachte ihm zwar einen guten Lacher ein, mehr aber auch erst einmal nicht.

Anschließend wurde er gefragt, warum er sich denn gerade bei Naughty Dog beworben hatte, eine der Standard-Fragen in Bewerbungsgesprächen. Zuerst fing Cutter davon an, Naughty Dog so zu loben, wie es wahrscheinlich jeder Bewerber vor ihm getan hatte. Allerdings stoppte er mitten in seiner Lobeshymne und gab zu: „Äh, nein, wegen Bill“, einem der Charaktere aus The Last of Us.

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Er erklärte ihnen, Bill war für ihn der erste fiktive homosexuelle Charakter, der eben nicht stereotyp und als Pointe eines Witzes geschrieben war, sondern „schroff, maskulin, tragisch heroisch“. Dadurch konnte sich Boon Cutter zum ersten Mal mit einem Charakter so richtig identifizieren, ist er doch selbst homosexuell. Als er dies so erzählte, fing er plötzlich an zu weinen. Und dachte sich selbst noch „Wer verdammt nochmal fängt in einem Bewerbungsgespräch an zu weinen?“

Naughty Dog muss genau das aber so beeindruckt haben, dass sie ihm den Job prompt gaben. Für Cutter eine wichtige Lektion: „Unterschätzt nicht eure Authentizität! Seid so wie ihr seid, seid verletzlich, seid echt. Das ist es, was euch aus der Masse herausstechen lässt.“ Inzwischen ist Cutter schon seit drei Jahren bei Naughty Dog für die Belichtung in den Spielen zuständig und rundum glücklich.

Den gesamten Post von Boon Cutter findest du auf seinem Twitter-Profil. Seine Geschichte hat nicht nur einige Jobsuchende, die ihm folgen, inspiriert: Viele loben vor allem Naughty Dog für ihre Wahl, die nicht auf reinen Daten basiert, sondern zeigt, dass das Unternehmen menschlich handelt.

Das nächste Spiel von Naughty Dog wird The Last of Us Part 2 sein. Bislang hat die Fortsetzung des Zombie-Spiels, die exklusiv für die PS4 erscheint, noch kein Release-Datum.

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