Netflix: Android-App im Test – solide, mit Luft nach oben

Andreas Floemer 6

Netflix ist seit gestern in Deutschland und seit heute in Österreich endlich ganz offiziell nutzbar. Die entsprechende Android-App war bereits einige Tage zuvor im Play Store verfügbar, ist jetzt endlich aber auch funktional. Wir nutzen die Gunst der Stunde respektive des Netflix-Starts und nehmen die Anwendung genauer unter die Lupe.

Um die Anwendung zu nutzen, wird selbstredend ein Netflix-Konto benötigt. Liegt dies vor, gibt man den Benutzernamen und Passwort in die schwarz-rote Eingabeoberfläche ein. Nun wird man gefragt, ob man über das reguläre Konto ohne Altersbeschränkung oder im Kindermodus Filme oder Serien konsumieren möchte. Ist die Auswahl getroffen, stehen dem Nutzer alle im Angebot befindlichen Inhalte zum Konsumieren bereit, sofern man eben erstere Auswahl getroffen hat. Auf den Kindermodus gehen wir später ein.

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Darstellung der Inhalte

Beim ersten Öffnen der App werden an oberster Stelle Filme oder Serien angezeigt, die bei anderen Netflix-Nutzern hoch im Kurs stehen. Scrollt man weiter herunter, werden Inhalte, sortiert nach verschiedenen Unterhaltungskategorien wie Action-Thriller, Familien-Streifen, frisch hinzugefügte Filme sowie Serien und mehr angezeigt. Hat man die Anwendung bereits einmal verwendet und beispielsweise einen Film oder eine Serie angesehen oder markiert, werden entsprechende Inhalte oberhalb der genannten Rubriken eingeblendet. Hat man in mehrere Filme respektive Serien hinein gesehen, so werden diese zuoberst angezeigt – per Wischgeste zur Seite lässt sich durch weitere gestartete Medien scrollen. Diese Leiste scheint sich immer weiter zu füllen, selbst mit Filmen oder Serien, in die man lediglich aus Neugier einen kurzen Blick geworfen hat. Eine Möglichkeit, uninteressante oder irrelevante Inhalte aus dieser Übersicht zu entfernen, gibt es leider nicht, wobei ein solches Feature wünschenswert wäre.

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Auf dem Startbildschirm befindet sich außer dem Hauptfenster mit Medienangeboten auch ein Suchfenster, mit dem man nach konkreten Filmen und Serien stöbern kann, überdies ist auch die Suche nach Schauspielern und Regisseuren sowie Genres und mehr möglich. Besteht kein Interesse nach einer konkreten Suche und möchte nur bestimmte Genres durchforsten, so hilft die Sidebar auf der linken Seite – diese folgt wie der Rest der App den Design-Empfehlungen von Googles Holo UI. In der Seitenleiste sind Direkteinstiege zu vielen Unterkategorien zu finden – von TV-Serien, Action & Adventure-Streifen, deutschen und internationalen Filmen bis hin zu Komödien, Romanzen und Thrillern. Darüber hinaus kann über die Sidebar auch zwischen regulärem und Kindermodus gewechselt werden.

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Zum Kindermodus: In diesem werden lediglich Inhalte für die Kleinsten angezeigt, jener ist aber genauso strukturiert wie die reguläre Übersicht – logischerweise jedoch nur mit Inhalten bevölkert, die für den lieben Nachwuchs geeignet sind. Wenig durchdacht: Der Wechsel hin zum normalen Modus ist ohne Weiteres möglich – wer also denkt, sein Kind mit Netflix und seinem Smartphone oder Tablet allein zu lassen, darf sich nicht wundern, wenn der Sprössling plötzlich anstelle von der Sendung mit der Maus plötzlich einen Action-Streifen gestartet hat.

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Aufgrund von DRM-Richtlinien ist es nicht möglich, Screenshots vom Netflix-Player zu erstellen, daher an dieser Stelle eine Reihe Fotos, um so einen Einblick zu gewähren.

Player

Außer den üblichen Knöpfen zum Starten, Stoppen und der Justierung der Lautstärke sind noch weitere Bedien-Elemente integriert. Zum einen kann man aus dem Player heraus zum nächsten Kapitel einer Serie wechseln, zum anderen hat man die Option entweder die Sprache zu ändern, oder Untertitel zu aktivieren. Komfortabel: In der Kapitel-Navigation erhält man dank einer Statusleiste einen Einblick, wie weit man mit einem Film oder einer Serienfolge fortgeschritten ist. Chromecast-Nutzer können sich freuen, denn die App bietet auch Unterstützung für Googles HDMI-Stick.

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Fazit

Im Allgemeinen ist die Netflix-App solide programmiert und läuft stabil und fehlerlos, selbst in der Android L-Preview mit der Laufzeitumgebung ART. Sofern man stets ein WLAN-Netzwerk in Reichweite hat oder eine Datenflatrate mit viel Inklusivvolumen und stabilem Netz, kommt man mit der Anwendung problemlos zurecht. Ist man aber aber mal im Urlaub oder unterwegs – beispielsweise per Zug oder im täglichen Pendelverkehr, so kommt man rasch an die Grenzen der Netflix-Unterhaltung, denn es besteht keine Möglichkeit Inhalte wie beispielsweise bei der Watchever-App lokal zu speichern, um sie so auf Reisen zu konsumieren. Hier sollte Netflix idealerweise nachlegen, denn eine solche Funktion dürften viele Kunden als wichtig erachten. Das Thema des Inhalte-Angebots steht auf einem anderen Blatt.

Netflix
Entwickler:
Preis: Kostenlos

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