Netflix vs. ARD: Wer hat mehr Geld?

Stefan Bubeck 4

Der Rundfunkbeitrag (zuweilen auch „GEZ“ genannt) bringt ARD, ZDF und anderen öffentlich-rechtlichen Sendern jedes Jahr eine Menge Geld ein. Gleichzeitig ist aus Netflix in den letzten Jahren ein Streaming-Gigant geworden, der immer beliebter wird. Welcher der Medien-Kolosse hat eigentlich das größere Budget zur Verfügung?

Netflix vs. ARD: Wer hat mehr Geld?
Bildquelle: Getty Images / Frazer Harrison .

Werfen wir zunächst einen Blick auf Netflix, wo ein Zugang hierzulande ab 7,99 Euro monatlich zu haben ist. Die Auswahl der eigen- und fremdproduzierten Inhalte ist stattlich („Stranger Things“, „Orange is the New Black“, „Monty Python“ etc.) und frei von Werbung. Laut neuester Schätzungen hat Netflix im Jahr 2017 rund 6,3 Milliarden US-Dollar (5,1 Mrd. Euro) für Eigenproduktionen und lizenzierte Inhalte ausgegeben.

Netflix: Fast auf Augenhöhe mit der ARD

Das 1997 in Kalifornien gegründete Netflix kann es vom Budget her also locker mit klassischen Fernsehanstalten aufnehmen. Zum Vergleich: Die durch den Rundfunkbeitrag finanzierte ARD-Landesrundfunkanstalten erzielten 2016 Erträge in Höhe von insgesamt 6,5 Mrd. Euro, davon stammten 5,6 Mrd. Euro vom Beitrag selbst, der Rest (rund 9 Prozent) stammt aus Werbung, Programmverwertungen, Kostenerstattungen und Finanzerträgen. Aber stimmt der Output und ist die Gebühr gerechtfertigt? Dazu haben wir uns einige Gedanken gemacht:

Das denken wir über den Rundfunkbeitrag.

Insgesamt haben die öffentlich-rechtlichen Sender – also neben der ARD auch das ZDF, Deutschlandradio, Arte und andere – 7,98 Milliarden Euro (2016) eingenommen. Das sei ein europäischer Spitzenwert, wie die Zeit berichtet. Die britische Anstalt BBC musste mit „nur“ 4,2 Mrd. Euro auskommen.

Streaming ist ein Milliardengeschäft

Ist Streaming schon längst das neue Fernsehen? Die Zahl der Netflix-Abonnenten lag Ende 2017 bereits bei 118 Millionen (weltweit), das Unternehmen ist mittlerweile mehr wert als der Fast-Food-Gigant McDonalds.

Abschließend lohnt sich auch der Blick auf andere TV- und Streaming-Anbieter: Wie in der Grafik zu sehen, mischt Netflix auch hier ganz oben mit. Amazon („Prime Video“) hat immerhin 4,5 Mrd. US-Dollar in die Hände genommen, der USA-exklusive Video-on-Demand-Service Hulu kann mit 2,5 Mrd. US-Dollar nicht mithalten. Welcher Streaming-Anbieter am besten zu euch passt, erfahrt ihr hier:

Interessant ist auch das untere Ende des Rankings: Hier ist mit 1 Mrd. US-Dollar Ausgaben der IT-Riese Apple platziert – mit Eigenproduktionen wie Planet of the Apps und Carpool Karaoke werden bereits erste Erfolge gefeiert. Das ist offenbar erst der Anfang: Eddy Cue, Apples Senior Vice President, hat neulich im Hinblick auf den Streaming-Markt gesagt, man sei „voll dabei“.

Wird Apple eines Tages Netflix überholen oder gar das Unternehmen kaufen? Können öffentlich-rechtliche Produktionen („Tatort“ etc.) mit Inhalten von Netflix und Amazon mithalten? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

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