Razer kauft Nextbit: Gaming-Spezialist übernimmt Cloud-Smartphone-Startup

Philipp Gombert

Der Gaming-Hersteller Razer könnte künftig auch auf dem Smartphone-Markt mitmischen. In einer überraschenden Bekanntgabe wurde der Kauf von Nextbit durch Razer verkündet.

Nextbit Robin - Hands-On.

Ein Smartphone, dem niemals der Speicherplatz ausgeht — mit dieser Idee konnte Nextbit viele Nutzer überzeugen. Im Rahmen einer Kickstart-Kampagne sammelte das Unternehmen über 1,2 Millionen Euro. Im September 2015 wurde das Nextbit Robin vorgestellt, einige Monate später erreichten die ersten Geräte schließlich Unterstützer und Käufer. Das Konzept ist nach wie vor durchaus interessant: Das Smartphone „lernt“ den Speicherbedarf des Nutzers und lagert selten genutzte Apps, Fotos und desgleichen in der Cloud, sodass der geräteinterne Speicher nicht unnötig verschwendet wird. Bei Bedarf wird eine ausgelagerte App mitsamt der Daten ohne Umstände wiederhergestellt.

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Razer mit eigenem Smartphone?

Nun nimmt die noch junge Geschichte des Unternehmens – gegründet von ehemaligen HTC- und Android-Mitarbeitern — eine überraschende Wendung. Der Hersteller von Gaming-Hardware Razer hat Nextbit aufgekauft. Eine Fusion zweier Unternehmen, mit der wohl die wenigsten gerechnet haben, sind die beiden Parteien doch in völlig unterschiedlichen Märkten tätig. Verschwinden wird die Marke Nextbit allerdings nicht: Im Zuge der Ankündigung beteuerte das Start-Up, man werde auch in Zukunft als eigenständiges Unternehmen an neuen Produkten für den Mobilfunkmarkt arbeiten — nur eben größer und besser, zweifelsohne dank der finanziellen Unterstützung durch Razer.

Den Verkauf des Robin hat Nextbit derweil eingestellt, in den kommenden sechs Monaten werde man jedoch weiterhin Garantien erfüllen. Softwareupdates will das Unternehmen bis Februar 2018 ausliefern. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen der Kauf von Nextbit durch Razer zur Folge hat. Ein Smartphone des Gaming-Herstellers ist angesichts der Experimentierfreudigkeit Razers nicht auszuschließen.

nextbit-robin

Ein Gaming-Laptop mit drei 4K-Displays

Zuletzt überraschte Razer mit interessanten Produkten. Darunter „Project Ariana“, eine Kombination aus Monitor und Beamer für ein intensiveres Spieleerlebnis. Inhalte werden auf dem Bildschirm scharf darstellt und zusätzlich in den gesamten Raum projiziert, sodass der Spieler noch tiefer in das Spiel eintauchen kann. Für Aufsehen sorgte außerdem „Project Valerie“ — ein Gaming-Laptop mit drei 17-Zoll-Displays, die sich zu einer 12K-Multi-Monitor-Kampfstation zusammenfügen.

Quelle: Nextbit via The Next Web

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