Auf der Photokina in Köln hat Nikon gleich drei Action-Cams für unterschiedliche Einsatzzwecke gezeigt: Die KeyMission 360, eine 360-Grad-Kamera, die KeyMission 170, eine robuste Outdoor-Kamera im Go-Pro-Stil, und die KeyMission 80, die speziell für Vlogger konzipiert ist.

KeyMission 360 – Nikons erste 360-Actioncam

Nikon hat die KeyMission 360 bereits auf der CES im Frühjahr gezeigt, damals aber noch kaum Details verraten. Die Kamera verfügt, ähnlich wie die Samsung Gear 360, über zwei f2.0-Linsen, die vorne und hinten jeweils einen 180-Grad-Radius einfangen. In dem Gerät verbaut Nikon zwei 20 Megapixel Sensoren. 360-Grad-Material kann mit einer Auflösung von 4K aufgenommen werden, dabei aber nur mit 24 FPS. Das Material wird direkt auf dem Gerät ge-stiched und auf einer microSD-Karte gespeichert. Mittels WLAN kommuniziert sie mit anderen Geräten und kann über die App „SnapBridge 360/170“ von Nikon angesteuert werden.

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Die Kamera ist speziell für den Outdoor-Einsatz konzipiert: So soll sie Stürze aus bis zu zwei Metern Höhe aushalten und auch einen Tauchgang in bis zu 30 Metern Tiefe übersteht sie problemlos.

Die KeyMission kommt im Oktober zu einem Preis von knapp 500 Euro auf den Markt. Im Vergleich zu einer Samsung Gear 360, die derzeit für knapp 350 Euro zu haben ist, ist das teuer. Die Nikon verfügt aber über bessere Sensoren, sowie einen besseren Schutz vor Wasser und gegen Stürze.

Nikon Keymission 360

KeyMission 170 – Nikons GoPro-Alternative

Die neue KeyMission 170 erinnert von Aussehen und Specs an die GoPro Hero 4. Sie besitzt ein rechteckiges Gehäuse und ein hervorstehendes Objektiv auf der Vorderseite, das weit größer ausfällt als bei der GoPro, aber ebenso einen Weitwinkel von 170 Grad einfängt. Darin verbaut ist eine f2,8-Linse. Der 8,3 Megapixel Sensor nimmt mit bis zu 4K auf.

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Ein LCD-Display auf der Rückseite dient als Sucher, es handelt sich dabei aber nicht um einen Touchscreen. Steuern und Einstellungen vornehmen könnt ihr über die drei daneben platzierten physischen Buttons. Die Kamera kann aber auch per WiFi oder Bluetooth kabellos mit dem Smartphone verbunden werden.

Auch die KeyMission 170 hält einiges aus: So soll sie Stürze aus zwei Metern überstehen und ist bis zu 10 Meter wasserdicht. Nikon verkauft zusätzlich noch ein Case, damit man die Cam auch bis auf 40 Meter Tiefe mitnehmen kann.

Die KeyMission 170 kommt ebenfalls im Oktober zu einem Preis von 400 Euro auf den Markt.

Nikon Keymission 170

KeyMission 80 – für Vlogger und Selfieliebhaber

Bei der KeyMission 80 handelt es sich um eine Mini-Kamera, die speziell für den portablen Einsatz konzipiert ist. Das Gehäuse ist so designt, dass das Gerät gut aus der Hand bedient werden, aber auch schnell per Riemen an den Rucksack geschnallt werden kann. Für Vlogger verbaut Nikon neben der Hauptkamera mit 12-Megapixel-Sensor und f2,0-Linse, auch eine Selfie-Cam mit 5-Megapixel-Sensor und f2,2-Linse. Diese ist direkt über einem Touchscreen-LCD-Display platziert. Die Aufnahmen lösen mit Full-HD auf.

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Auch die KeyMission 80 unterstützt die Bildübertragung per WiFi und Bluetooth und kann ins Wasser mitgenommen werden. Der Akku soll nur magere 40 Minuten durchhalten.

Die KeyMission 80 wirkt so, als wollte Nikon damit der Smartphone-Kamera Konkurrenz machen. Ob der Mehrwert dabei so groß ist, dass sich User für ihre Fotos und Videos tatsächlich ein separates Gerät anschaffen, darf aber bezweifelt werden. Besonders bei einem Preis von 300 Euro. Die KeyMission 80 kommt im Oktober in den Handel.

Quelle: The Verge

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