DAS ist Nintendos erstes Mobile-Game und mehr!

Marco Schabel 5

In der vergangenen Nacht, also jetzt, als ich schreibe, ist es gerade erst vorbei, hielt Nintendo das obligatorische Investoren-Meeting im Anschluss an den Geschäftsbericht ab. Dort stellte das Unternehmen auch das erste Mobile Game und vieles mehr vor.

DAS ist Nintendos erstes Mobile-Game und mehr!

Puuh, was war das für eine Nacht. Langsam wird es auch für mich Zeit, um Feierabend zu machen. Und dann kommt Nintendo um die Ecke und hält einfach mal ein Investoren-Meeting ab. Na toll, muss ich eben noch etwas wach bleiben. Aber es hat sich gelohnt, denn das Videospiel-Unternehmen aus Kyoto hat das erste Mobile-Game vorgestellt und direkt wieder verschoben. Auch einige andere Details wurden während der Konferenz angesprochen und unten stichpunktartig zusammengefasst. Aber lasst uns doch zuerst über Nintendo dem sein Mobile-Game schnacken.

Das ist das Nintendo Mobile-Game

First things first: Ja, das Spiel hat auch einen Namen. Er ist etwas weird aber es ist ein Name. Miitomo wird es heißen und leider doch nicht mehr in diesem Jahr die Smartphones dieser Welt erobern. Was genau wir von Miitomo erwarten können, wissen wir zwar noch nicht, einige Eckdaten hat Nintendo aber bekannt gegeben. So wird das Mobile-Game selbstverständlich Free-to-play sein und (oh Wunder) In-App-Käufe bieten. Das bedeutet, ihr könnt euch Erweiterungen und Items mit eurem echten Geld kaufen. Was den Rest angeht, wird es noch deutlich stranger.

So werden im Spiel offenbar Miis auftauchen, die ohne euer Wissen mit anderen Miis reden. Dies soll Leuten helfen, die zu schüchtern sind, mit anderen zu sprechen und wird eine Seite an euren Freunden offenlegen, die ihr vielleicht noch gar nicht kanntet (ein typisch japanisches Problem). Eure Miis werdet ihr wie gewohnt selbst erstellen können. DeNA wird sich komplett um die Smartphone-Spiele wie Miitomo kümmern, während Nintendo nach Wegen sicht, die Spieler im Anschluss auf die Handhelds und Konsolen von Nintendo zu ziehen. Mit den fünf geplanten Spielen solle der Wert der IPs des Unternehmens gesteigert werden.

Was genau Miitomo jetzt spielerisch bietet, und ob es überhaupt ein Spiel ist, ist zwar irgendwie unklar, aber es erscheint erst im März. Als Grund für diese Entscheidung nannte Nintendo einen wirklich guten Grund. Wie ihr vielleicht schon herausgelesen habt, hat keiner eine Ahnung, was genau Miitomo ist. Nintendo will die zusätzliche Zeit nutzen, um das Spiel bestmöglich zu bewerben und vor allem zu kommunizieren. Weil im Moment erst andere Spiele beworben werden müssen, startet diese Phase aber erst im kommenden Jahr. Der Launch aller Spiele soll aber, je nachdem, immer zeitgleich auf der ganzen Welt erfolgen.

Miitomo Nintendo Mobile Game

Mehrere unangekündigte Spiele für Wii U und 3DS noch in diesem Jahr

Zu einer weiteren Überraschung der Konferenz gehörte auch, dass Nintendo MEHRERE(!) bislang unangekündigte Spiele für die Wii U und den Nintendo 3DS in Petto hat, die bereit für die Veröffentlichung sind und noch in diesem Jahr, mit anderen Worten in den kommenden zwei Monaten, veröffentlicht werden, um die Hardware-Verkäufe im Weihnachtsgeschäft etwas anzukurbeln. Was genau Nintendo da parat hat, ließen die Bosse aber offen. Vorgestellt werden diese wahrscheinlich in Form des ebenfalls heute angekündigten Nintendo Direct. Es handelt sich aber sicherlich eher um eShop-Downloads, als physische Verkäufe.

Nintendo Meeting

Nintendo führt neues Belohnungs-System ein

Die dritte große Neuerung war der My Nintendo-Dienst, der in der Nacht vorgestellt wurde. Dabei handelt es sich um einen Belohnungs-Service, der sehr an Club Nintendo (und die Xbox Gamerscore) erinnert und dessen Platz einnehmen wird. Mit dem neuen Service kreiert ihr einen „Nintendo Account“ mit dem ihr Punkte sammeln könnt. Die erhaltet ihr nicht nur, wie zuvor, für den Kauf eines Spiels, sondern auch für das Spielen selbst. Das Ganze (also die Verwaltung des Accounts) funktioniert zudem nicht nur an der Wii U oder dem Nintendo 3DS, sondern auch via Smartphone oder am PC. Registrieren könnt ihr euch nicht nur mit eurer Nintendo-ID, sondern auch via Facebook, Twitter, Google Plus oder e-Mail.

Ähnlich wie mit dem Xbox- oder PlayStation-Store könnt ihr über den Dienst auch Spiele zum Download ordern, die dann auf euer Gerät geladen werden. Die erhaltenen Punkte haben, wie im Xbox Rewards-Programm oder Club Nintendo allerdings auch einen Nutzen. Ihr könnt damit digitale Güter (zum Beispiel DLC), Merchandise oder Coupons kaufen. Eine Freundesliste wird es natürlich ebenfalls geben. Für den Datenaustausch wird ein Cloud-Service genutzt. Es wurde auch davon gesprochen, dass My Nintendo in irgendeiner Weise mit Themenparks, Kinos und in Geschäften genutzt werden kann. ich gehe aber davon aus, dass dies vorerst nur Japan betrifft. An den Start gehen soll der Dienst im März 2016.

My Nintendo Rewards

Das hat Nintendo sonst noch präsentiert

Neben diesen drei Bomben hat Nintendo auch noch kleine Granätchen platzen lassen. Was genau wir da zu hören bekommen haben, verraten wir euch in der folgenden stichpunktartigen Übersicht:

  • 70 Prozent der Animal Crossing-Fans in Japan sind Frauen.
  • Zu Weihnachten sollen noch mehr Frauen für die Nintendo-Plattformen und Spiele gewonnen werden.
  • Wie Tatsumi Kimishima ausführte, kann ein einziges Spiel wie Splatoon die Hardware-Verkäufe in eine ganz neue Richtung lenken.
  • Es wurden 400.000 Woll-Yoshis verkauft.
  • Insgesamt wurden 21,1 Millionen Amiibos ausgeliefert.
  • Erst im Juni waren es noch 14,7 Millionen Amiibos.
  • Die Nachfrage der Amiibo-Karten zu Animal Crossing kann derzeit kaum gedeckt werden, Nintendo ist aber bemüht.
  • 8,6 Millionen Amiibo-Karten wurden bis heute verkauft.
  • Andere Mobile Games werden unter Umständen auch etwas kosten.
  • Fünf Mobile Games sollen bis März 2017 veröffentlicht werden.
  • Laut Shigeru Miyamoto will Nintendo die eigenen IPs künftig aggressiver angehen, wie bereits mit den Amiibo.
  • Es sollen auf diese Art mehr Kinder und Fans erreicht werden.
  • In Europa und den USA ist Link der erfolgreichste Amiibo, gefolgt von Mario.
  • 3rd-Party-Entwickler werden weiterhin dabei unterstützt, Spiele auf den Nintendo 3DS zu bringen.

Das war erst einmal alles. Nachlesen könnt ihr alles auf Englisch im offiziellen Transkript zum Meeting. Sollte ich etwas vergessen haben, findet ihr es sicher dort, oder Annika wird euch später auf dem Laufenden halten.

Nintendo Amiibo Rankings

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