Nintendo: Führungskräfte sprechen über Lektionen aus der „Wii U“-Zeit

Luis Kümmeler

Zwei führende Marketingkräfte von Nintendo of America haben in einem Interview über die Lehren gesprochen, die Nintendo aus der gefloppten Konsole Wii U gezogen haben will. Aspekte wie Ladezeiten und Spielauswahl etwa will das Unternehmen in der Entwicklung der Nintendo Switch auf Grundlage negativen Fanfeedbacks verbessert haben.

Nicht wenige würden behaupten, dass Nintendo zur Zeit der Wii U in einer Krise steckte. Die Konsole verkaufte sich schlechter, als alle vorherigen Nintendo-Geräte und auch die Spielauswahl ließ zu wünschen übrig. Mit der ungemein erfolgreichen Hybrid-Hardware Nintendo Switch hat sich der japanische Traditionskonzern wieder erholt – und das nicht ohne Grund: Gegenüber der Webseite Business Insider (via Nintendo Everything) haben die Sales- und Marketing-Verantwortlichen Bill Trinen und Doug Bowser (ja, Bowser) von Nintendo of America über die Lehren und das Fanfeedback gesprochen, die der Konzern aus der „Wii U“-Zeit gezogen haben will.

Der Trailer zeigte die Launch-Spiele der Nintendo Switch

Nintendo Switch Launch-Spiele.

„(…) Die Zeit, die das ‚Wii U‘-Menü beim Start benötigte, die es brauchte, um ins Spiel zu gelangen – das war bereits für viele Spieler frustrierend und wurde zu einem Hindernis“, so Trinen. „Da die Switch etwas ist, das du mit dir nehmen kannst, war es sehr wichtig, dass du sofort spielen kannst. Das war für mich eine direkte Lehre aus der ‚Wii U‘-Ära, wo Nintendo gesagt hat: ‚Darauf werden wir uns fokussieren und starke Verbesserungen vornehmen.“

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Und auch an der Spielefront will Nintendo gelernt haben: „Zu Beginn hatten wir eine Flut (an Spieleveröffentlichungen), doch dann wurde es eine ganze Zeit lang dürr“, so Bowser, der Nintendos Bestreben betont, Fanfeedback zu hören und umzusetzen. „Zumindest aus einer ‚First Party‘-Perspektive heraus, waren wir sehr auf die Switch bedacht. Wir haben mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild losgelegt, was ungemein erfolgreich war und die Hardware verkauft sowie neue Leute zu der Marke gebracht hat. Dann haben wir mit Mario Kart und weiteren Spielen nachgelegt. Das war eine sehr wichtige Lektion für uns, deren Umsetzung offenbar funktioniert hat.“

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