Nintendo: Kursänderung wegen roter Zahlen, Smart-Devices im Blick

Mateusz Holzhauer 5

Playstation 4 und XBox One sind ohne Zweifel Kassenschlager. Anders sieht es bei Nintendos Hardware aus: Die Verkaufszahlen der Wii U sind enttäuschend, entsprechend bleiben die Umsätze hinter den Erwartungen zurück. Der wachsende Druck durch die Konkurrenz fordert das japanische Unternehmen zum Umdenken bezüglich ihrer Produkt-Politik auf – wer jetzt Mario, Zelda & Co bald auf dem Smartphone erwartet, freut sich aber zu früh.

Nintendo: Kursänderung wegen roter Zahlen, Smart-Devices im Blick

Schaut man heute zurück auf den Spiele- und Konsolenmarkt, ist kein Hersteller so prägend gewesen wie Nintendo. Marken wie Mario oder Zelda haben sich zu Klassikern gemausert und sind wichtige Franchises des japanischen Unternehmens. Doch die Entwicklung von liebevoll gezeichneten Pixel-Pilzen und Prinzessinnen auf der alten Röhre bis hin zu heutigen Polygon-Explosionen auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets hat Nintendo nach eigenen Worten verschlafen.

Bis März rechnet Nintendo mit dem Verkauf von 2,8 Millionen Einheiten der Wii U – 6,2 Millionen Exemplare weniger als ursprünglich geplant. Zwar ist Nintendos aktuelle Konsole nun schon ein gutes Jahr erhältlich, konnte sich aber nie wirklich etablieren. Ob dies an fehlenden Spiele-Titeln liegt oder dem anhaftenden Image einer „Familien-Konsole“ sei hier dahingestellt. Fakt ist, dass auch nun Nintendo den Zahn der Zeit erkannt hat und eine Expansion seiner Produkt-Palette auf den Smartphone- und  Tablet-Markt vorsieht.

Wer an dieser Stelle schon dabei ist seine SNES-Emulator-App zu deinstallieren, soll gleich gewarnt sein: Portierungen von Titeln wie „Super Mario Bros.“ oder „The Legend of Zelda“ wird es nicht geben. Diese sollen der eigenen Plattform erhalten bleiben, da diese laut Nintendos Präsident Satoru Iwata, nur dort die gewünschte Spieleerfahrung hergibt. Vielmehr soll es stattdessen Portierungen in Form von Mini-Spielen für Smartphones und Tablets geben.

Genaueres über die Vorstellungen Nintendos, wie denn nun die neue Strategie in puncto Software-Distribution aussehen soll, wurden indes nicht weiter erörtert. Die Einbindung von Handhelds in das Spielgeschehen an der Konsole, erübrigt sich durch den Wii U-Controller inklusive Display. Bleibt einzig die Entwicklung unabhängiger (Spiele-)Apps. Ob diese den nötigen Erfolg für die Firma bringen, bleibt nach Analystenmeinung fraglich, denn Nintendo ist für seine eigenbrötlerische Manier auf dem Spiele- und Konsolenmarkt bekannt. Der nötige Aufwind wird auf der japanischen Insel aber gebraucht, um auf dem hart umkämpften Markt nicht unterzugehen.

Wie seht ihr das, kann Nintendo mit dem Wechsel der Geschäftspolitik das Ruder noch herumreißen? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

Quelle: Wall Street Journal; Bild: Daniel_Huxtable/flickr  [via Pocket-lint]

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