Zwei Monate nach dem tragischen Tod des Nintendo-Präsidenten Satoru Iwata hat das Unternehmen bekannt gegeben, wer in seine Fußstapfen tritt. Sein Name ist Tatsumi Kimishima und er ist, anders als Iwata, kein Gamer, sondern ein Businessman. Wird er das Vermächtnis Iwatas kaputtmachen?

Auf meiner Visitenkarte bin ich der Präsident eines Unternehmens. In meinem Kopf bin ich ein Spielentwickler. Aber in meinem Herzen bin ich ein Spieler – Dies ist eines der bekanntesten Zitate des verstorbenen Nintendo-Präsidenten Satoru Iwata und gleichzeitig quasi der Leitspruch seiner Geschäftsführung. Als echter Spieler mit viel Leidenschaft hat sich Iwata auch in unsere Herzen gespielt, nicht zuletzt mit seinen charmanten Nintendo Directs. Leider verstarb er aber vor zwei Monaten an Gallengangkrebs und hinterließ ein Loch im Unternehmen aus Kyoto, welches heute mit Tatsumi Kimishima endlich geschlossen wurde.

Der neue Geschäftsführer bei Nintendo hat eine beeindruckende Laufbahn als Manager hingelegt, als Präsident und CEO von Nintendo of America und Chief Financial Officer der Pokémon Company. Als Spieler wiederum ist er allerdings nahezu ein No-Name. Da ist es nicht verwunderlich, dass weltweit Zweifel aufkommen an dem Mann, der Nintendo seinerzeit vehement von der Wii U abgeraten hatte und deren Scheitern voraussagte. Grund war die zu große Ähnlichkeit zur Wii. Leitung des Projekts Wii U hatte damals Shigeru Miyamoto, bevor er für die Nintendo NX abgezogen wurde. Zweifel, die das japanische Magazin Nikkei ebenfalls äußerte, als sie das erste Interview mit dem Mann als Nintendo-Präsidenten führten.

Nintendo-Logo

Und wie es scheint, ist vorerst keine Gefahr von ihm zu befürchten. Auf die Frage, ob er als Manager jetzt das Unternehmen nur noch profitorientiert führen werde, gab Kimishima zu verstehen, dass dies nicht der Fall sein werde. Im Gegenteil, denn er empfinde es als falsch, ein Videospiel-Unternehmen von Anfang an nur auf Basis von Zahlen zu führen. Wie es heißt, seien seine warme Persönlichkeit und seine bodenständige Mentalität nur zwei der Gründe gewesen, die Iwata so beliebt machten. Befürchtungen, dass Tatsumi Kimishima jetzt eher ein weniger liebenswerter Führer sein werde. Das Magazin meldet aber, dass der neue Nintendo-Chef im Gegenteil ein sanfter und freundlicher Mann sei und es interessant sein wird, seine Interaktion mit den Fams zu sehen.

Noch ist der neue Nintendo-Präsident nicht an die Fans herangetreten und es gibt auch noch keine Informationen darüber, was genau er für das Unternehmen plant. Fest steht aber, dass zahlreiche Nintendo-Mitarbeiter damals betonten, auf jeden Fall Satoru Iwatas Plänen treu zu bleiben.

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Marco Schabel
Marco Schabel, GIGA-Experte.

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