Nintendo: PETA beschwert sich über 1-2-Switch Minispiel

Sandro Kipar 8

Die People for the Ethical Treatment of Animals (kurz PETA) haben sich mit einem offenen Brief an das Unternehmen Nintendo gewandt. Grund hierfür ist ein Minispiel aus 1-2-Switch, in dem im Wettstreit Kühe gemolken werden. Das Spiel verharmlose den Prozess und dessen Hintergründe.

1-2-Switch - Nintendo Switch Präsentation 2017 Trailer.

Die PETA schafft es in unregelmäßigen Abständen immer wieder in die Artikel der Spielefachpresse: Mal greift sie ein bekanntes und beliebtes Maskottchen an oder protestiert dagegen, wenn stattliche Krieger Pelz tragen. Auch der Landwirtschafts-Simulator geriet schon in den Fokus der Tierschützer.

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Das neueste Anliegen der Organisation richtet sich an Nintendo. In einem offenen Brief, der vor kurzem auf Facebook veröffentlicht wurde, wendet sich Ingrid E. Newkirk, Präsidentin von PETA, an das Unternehmen, um auf ein Mini-Spiel aus der Spielesammlung 1-2-Switch aufmerksam zu machen: Das Milking Game.

Wie der Name des Minispiels schon verrät, geht es darum, Kühe zu melken. Zwei Spieler wetteifern darum, wer innerhalb eines bestimmten Zeitraums die meisten Milchgläser voll machen kann. Für die PETA ist dies eine spielerische Verharmlosung eines industriellen Vorgangs: „Unsere Angestellten und Aktivisten haben vor kurzem das Melken-Minispiel für die Nintendo Switch getestet und festgestellt, dass all die Grausamkeit die dahinter steckt fehlt. (…) Kühe werden für ihre Milch ausgenutzt, das Melken ist niemals angenehm für die Tiere. Könnte das Spiel an dieser Stelle bitte etwas realistischer werden?“ Weiter kritisiert die Organisation, dass Kälber schon am ersten Tag von ihren Müttern getrennt werden, damit die Tiere weiter Milch für den Menschen produzieren können.

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Außerdem schlägt Newkirk in ihrem Brief vor, dass Nintendo echtes Videomaterial in seinem Spiel einfügen könnte, welches die wirklichen Zustände auf einer Farm zeige. Wenn dem Unternehmen das zu verstörend sei, solle es doch Spiele produzieren, in denen ein solcher Vorgang nicht verharmlost werde. Eine Antwort von Nintendo steht noch aus.

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