Nintendo: Studio bevorzugt Designer, die keine Gaming-Fans sind

Michael Sonntag

In einem Interview mit der New York Times sprach die Entwickler-Legende Shigeru Miyamoto über den aktuellen Erfolg der Nintendo Switch. Dabei erzählte er ebenfalls, dass es bei Einstellungsgesprächen mit neuen Designern gerade nicht auf eine Leidenschaft für Videospiele ankommt.

Die Nintendo Switch ist ein Überflieger auf dem Konsolenmarkt. Allein in den letzten neun Monaten konnte sie sich über zehn Millionen Mal verkaufen. Nintendo möchte außerdem bis zum Ende des Finanzjahres die 14 Millionen-Marke knacken. In Japan konnte die Switch ihre Vorgängerin, die Wii U, bereits nach wenigen Monaten überholen.

Ebenso groß wie die Konsole sind auch ihre Titel. Spieler kämpfen Seite an Seite mit Legenden wie Mario, Link und Bayonetta:

Bayonetta 3: Trailer zur Ankündigung - Nintendo Switch.

Produzent Miyamoto gehört seit den 1980ern zu einer der Videospiel-Legenden überhaupt. Seit fast vierzig Jahren verhilft er Nintendo zu immer neuen Höhen. Zuletzt beteiligte er sich an Fan-Lieblingen wie Super Mario Odyssey und The Legend of Zelda: Breath of the Wild.

Unabhängig von seinen vergangenen Erfolgen konzentriert sich der 60-Jährige auf die Zukunft. „Mehr und mehr möchte ich der jüngeren Generation vollständig die Zügel überlassen“, sagte er und spielte damit auf neue Designer an. Diese werden laut ihm wohlüberlegt ausgesucht und sollen neue Formen des Spielens erfinden, anstatt bewährte Muster zu perfektionieren. „Ich suche häufig nach Designern, die keine super-leidenschaftlichen Gamer sind. Ich möchte sicherstellen, dass sie nicht nur Spieler sind, sondern viele weitere Interessen und Hobbies haben.

So kommen manche Designer erst mit dem Arbeitsbeginn in Kontakt mit Videospielen.

2017 war für Nintendo ein turbulentes, aber erfolgreiches Jahr:

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Nintendo macht unzählige Fehler und räumt 2017 trotzdem ab

Was denkst du, welche anderen Hobbies könnten für die Videospiel-Entwicklung von Vorteil sein? Fahrrad fahren, um Fahr-Engines programmieren zu können oder Schach, um eine KI strategisch denken lassen zu können? Sag uns deine Meinung!

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