Am Dienstag kündigte Nintendo eine Partnerschaft mit DeNA an, deren Ergebnis Spiele für iOS- und Android-Smartphones und -Tablets sein sollen. Im Interview mit TIME nannte Nintendo CEO Satoru Iwata nun weitere Details.

Wie Iwata gegenüber TIME (via 9to5Mac) sagte, sollen die meisten Spiele von Nintendo selbst entwickelt, während DeNA primär für die Service-Seite verantwortlich sein soll. Auf die Frage ob Shigeru Miyamoto, unter anderem Schöpfer von Mario, Donkey Kong und Zelda, an der Entwicklung der Spiele für iOS und Android beteiligt sein werde, sagte Iwata, dass Miyamotos Priorität derzeit bei der Entwicklung von kommenden Wii-U-Spiele liege. Er wollte eine Beteiligung Miyamotos in Zukunft aber nicht ausschließen.

Die Spiele für die Smart-Devices sollen ebenfalls Bestandteil des für den Herbst erwarteten neuen Online-Dienst sein. Hier soll die Expertise von DeNA bezüglich der Cross-Platform-Entwicklung und dem Betrieb der dafür notwendigen Infrastruktur zur vollen Geltung kommen. Weitere Details will man in Zukunft nennen.

Auf die Frage, mit welchem Bezahl-Modell Nintendo die Spiele vertreiben will, gab Iwata keine konkrete Antwort. Alle Varianten hätten gute und schlechte Seiten. Je nach Titel will man evaluieren, ob direkt beim Kauf Geld verlangt wird oder ob man das Spiel kostenlos vertreibt und In-App-Käufe anbietet.

Iwata machte jedoch klar, dass man kein Modell wählen werde, wodurch Nintendo möglicherweise einen schlechten Ruf bekommen könne. Eltern sollen auch in Zukunft guten Gewissens Nintendo-Spiele in die Hände ihrer Kinder geben können. Priorität für Nintendo sei es, dass möglichst viele Menschen die eigenen Titel spielen. Mit welchem Zahlungsmodell man das meiste Geld verdienen könne, sei nicht so wichtig.