Pokémon Prism: Nintendo lässt weiteres Fan-Projekt einstellen

Marco Schabel 3

Noch in dieser Woche wollten Fan-Entwickler das Hobby-Projekt Pokémon Prism veröffentlichen. Ähnlich wie zuletzt Pokémon Uranium muss aber auch dieses Projekt aufgrund von Urheberrechtsansprüchen Nintendos eingestellt werden.

Die Videospielpublisher und -Entwickler dieser Welt haben sich in den letzten Jahrzehnten so einiges einfallen lassen, um Dich bei Trab zu halten und Dir tolle Spiele zu liefern. Manchmal jedoch reicht das, was Dir von offizieller Seite geboten wird, nicht ganz aus. Hier kommen Modder und andere Hobby-Entwickler ins Spiel, die für erweiterte, veränderte und manchmal auch ganz neue Erfahrungen sorgen können. Dazu gehört auch das Team, das sich ein paar Jahre Zeit genommen hat, um mit Pokémon Uranium ein ganz neues und etwas anderes Pokémon-Spiel zu entwickeln. Leider musste dieses jedoch schon kurz nach der Veröffentlichung und mehr als 1,5 Millionen Downloads aus dem Netz entfernt werden, weil Nintendo nicht begeistert war. Ein ähnliches Schicksal wiederfuhr nun auch einem anderen Fan-Projekt: Pokémon Prism.

Entwickelt wurde Pokémon Prism vom Team um den Twitter-Nutzer Adam, das den ROM-Hack eigentlich an Weihnachten veröffentlichen wollte. Eine Veröffentlichung, die nun nicht mehr zustande kommt. Wie Adam via Twitter bekannt gab, musste Pokémon Prism quasi auf der Ziellinie eingestellt werden. Grund dafür ist eine Unterlassungserklärung von Nintendo. Zuvor hatte das Team bereits Pokémon Brown und Pokémon Rijon Adventures veröffentlicht, Fan-Spiele, die in der Region Rijon angesiedelt sind. Auch diese Spiele, die bereits veröffentlicht wurden, müssen innerhalb von einigen Wochen aus dem Netz entfernt werden, was auch für andere Spiele, Hacks und Seiten gilt, die das geistige Eigentum Nintendos verletzen. Nintendo Prism zu erlauben wäre laut Nintendo nicht fair den Entwicklern gegenüber, die seit 20 Jahren an den Spielen arbeiten. Aufmerksam wurden die Japaner aufgrund eines Trailers zu Pokémon Prism, der mehr als 1,4 Millionen Aufrufe erreichte und laut dem Entwickler „niemals hätte veröffentlicht werden dürfen“.

Nintendo hat allerdings die Leistung der Hobby-Entwickler in den vergangenen acht Jahren und ihre Hingabe an das Pokémon-Franchise anerkennend hervorgehoben. Die wiederum betonen, auch weiter Nintendo unterstützen zu wollen. Die aufgewendete Zeit sei zudem in den Augen von Adam keine Verschwendung gewesen.

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Quelle: Twitter

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