Nokia-Chef bestätigt Rückkehr auf den Smartphone-Markt

Tuan Le 20

Das Versteckspiel von Nokia hat ein Ende: Gegenüber dem Manager Magazin hat Rajeev Suri, seines Zeichens Chef des finnischen Konzerns, offiziell die Rückkehr in den Smartphone-Markt für 2016 angekündigt. Anstatt jedoch selbst Smartphones herzustellen und zu vermarkten, strebt man ein Lizenzierungsmodell an, bei dem lediglich das Design sowie der renommierte Namen von Nokia kommt.

Nokia hat derzeit keinerlei Pläne, Smartphones für den Verbrauchermarkt herzustellen oder zu verkaufen, so hieß es sinngemäß noch Ende April. Zum damaligen Zeitpunkt galt es eine voreilige Äußerung des für Hongkong, Taiwan und Macau zuständigen Geschäftsführers Mike Wang auszubügeln: Wang sprach davon, dass Nokia ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in der chinesischen Provinz Sichuan ausbauen und von dort aus Smartphones entwickeln wolle. Mit der darauf folgenden Stellungnahme schien das Comeback der Finnen vorerst auf Eis gelegt worden zu sein, doch wie sich jetzt herausstellt ist wohl der genaue Wortlaut von Bedeutung gewesen.

Smartphones herstellen oder verkaufen wird Nokia bis auf Weiteres nicht – und zwar mindestens bis Ende 2016, da eine Vertragsklausel mit Microsoft die Finnen davon abhält – doch der Wiedereinstieg in den Smartphone-Markt ist bereits in in Aussicht. Nokia-Chef Rajeev Suri erläuterte im Interview mit dem Manager Magazin die künftige Marktstrategie des Unternehmens in Sachen Smartphones. So wolle man sich „nach geeigneten Partner umsehen“ und in Form eines Lizenzmodells die Entwicklung und Gestaltung von Smartphones übernehmen. Die Herstellung und die Vermarktung werden jedoch die Wirtschaftspartner in Angriff nehmen, die zudem auch von dem renommierten Namen Nokia profitieren. Derartige Gerüchte gab es in der jüngeren Vergangenheit aus China, wo angeblich Meizu für Nokia schon ein Smarthone herstellen sollte: Wer als Partner in Frage kommt, gab Suri jedoch nicht an.

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Ganz überraschend ist das Konzept nicht, denn mit dem Nokia N1-Tablet hat man genau dies bereits in Zusammenarbeit mit dem Auftragsfertiger Foxconn getan. Im Interview zeigte Suri sich außerdem ambitioniert, man scheue auch nicht den Kampf gegen Microsoft, die die mobile Division 2013 von Nokia komplett übernommen haben und in deren Händen vor allem auch die ehemaligen Fabriken des finnischen Unternehmens liegen. Suri sagte diesbezüglich, man sei dennoch „natürlich in der Lage anzugreifen“, denn sonst könne man „es gleich sein lassen“.

Quelle: Manager Magazin via Reuters

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