Seltenes Videomaterial: So hätte Nokias geniale Smartwatch ausgesehen

Thomas Konrad

Vor der Übernahme durch Microsoft hatte auch Nokia an einer Smartwatch gearbeitet. Wie weit die Entwicklung des Modells „Moonraker“ bereits fortgeschritten war, zeigt ein neues Video.

Seltenes Videomaterial: So hätte Nokias geniale Smartwatch ausgesehen
Bildquelle: Youtube/ProtoBetaTest.

Smartwatch von Nokia: Die Uhr, die es nie gab

Mitte 2014 übernahm Microsoft die Mobiltelefonsparte von Nokia. Für den US-Riesen war es ein Milliardenirrtum: Gut ein Jahr später stellte man die Entwicklung weiterer Nokia-Telefone ein. Die Modelle waren einfach nicht populär genug.

Zum Zeitpunkt der Übernahme entwickelte Nokia aber nicht nur Smartphones: Eine Smartwatch speziell für Windows-Phone-Geräte befand sich im frühen Prototyp-Stadium. Letztlich fiel das Modell mit Codenamen „Moonraker“ aber der Übernahme zum Opfer. Stattdessen präsentierte Microsoft Ende 2014 den Fitnesstracker Microsoft Band, der mit seinem länglichen Bildschirm auch grundlegende Aufgaben einer Smartwatch erfüllen konnte.

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Fokus verloren: Nokia 6.1 im Kamera-Test.

Nokia-Smartwatch: Prototyp im Video

Das Portal ProtoBetaTest hat einen der letzten Prototypen ergattert – über einen anderen Prototypen berichteten wir vor gut zwei Jahren. Im Video sieht man die Windows-typische Benutzeroberfläche der Smartwatch mitsamt der dazugehörigen App für Windows-Smartphones.

Vieles funktioniert: Wischt man vom Zifferblatt aus nach oben, erscheinen Mitteilungen. Unter dem Hauptbildschirm gibt es weitere Anwendungen, zum Beispiel einen Schrittzähler oder eine App zur Steuerung der Musikwiedergabe. Mit der dazugehörigen Smartphone-App lassen sich die Anzeigefarben der Uhr und Wallpaper einstellen. Welche Apps Mitteilungen auf die Uhr senden dürfen, sollte man ebenfalls auf dem Smartphone festlegen können – diese Einstellungen haben die Entwickler aber nie fertiggestellt, ebenso wie den passenden Store für Drittanbietersoftware.

Nokia Moonraker: Die Hardware könnte sich sehen lassen

Das Portal ProtoBetaTest ist von der Moonraker positiv überrascht: Für einen ersten Wurf sei das Modell „überragend“. Das Gerät besaß einen 3 x 3 cm großen Bildschirm bei einer Auflösung 240 x 190 Pixeln. Ein ARM-Prozessor, Bluetooth, NFC und eine 305-mAh-Batterie befinden sich im Inneren. Es fehlt, zumindest aus heutiger Sicht, ein Sensor zur Pulsmessung. 22 Gramm leicht ist die Uhr ohne Armband – das ist ähnlich wie bei der Apple Watch austauschbar.

Die Nokia-Smartwatch misst 43,5 x 35 x 12 mm und ist damit nur geringfügig dicker als die aktuelle Apple Watch (42,5 x 36,4 x 11,4 mm). Übrigens: Der Codename „Moonraker“ geht auf den gleichnamigen James-Bond-Film zurück. Auf die populäre Filmreihe griff Nokia für neue Codenamen häufig zurück.

Quelle: ProtoBetaTest

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