O2 - trotz Telekom-Protestwelle: DSL-Drosselung kommt

Martin Malischek 19

Mit dem „Fair-Use-Vorteil“ drosselt O2 ab Oktober alle DSL-Neuverträge ab einem bestimmten verbrauchten Datenvolumen. Hierbei agiert der Provider jedoch deutlich fairer als die Deutsche Telekom, die ihre „Drossel-Pläne“ jedoch mittlerweile verworfen hat.

21 GByte an Datenvolumen verbraucht der Durchschnitts-Internetnutzer im Monat. Auf diese Statistik der Bundesnetzagentur aus dem Jahr 2012 stützt sich auch O2. Mit verschiedenen Grafiken will der DSL-Anbieter wohl die Gemüter vorab beruhigen und erklärt, wie genau die Drosselung vonstatten geht.

O2-Verträge ab Oktober: Wann wird gedrosselt?

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Verbraucht ihr mit eurem ab Oktober abgeschlossenen Neuvertrag drei Mal in Folge mehr als 300 GByte Daten im Monat, wird ab dem vierten Monat bei einer Nutzung über 300 GByte die Verbindungsgeschwindigkeit auf 2.000 KBit/s reduziert. Mit dieser reduzierten Geschwindigkeit könnt ihr laut O2 nach wie vor „problemlos surfen, E-Mails abrufen, Facebook nutzen und auch YouTube-Videos ansehen“.

O2-„Fair-Use-Vorteil“ an einem Beispiel erklärt

Solltet ihr also beispielsweise in einem Monat 500 GByte versurfen und im Folgemonat 800, danach aber nur 250 GByte, werdet ihr im vierten Monat weiterhin mehr als 300 GByte an Traffic verursachen können, ohne eine Geschwindigkeitsbegrenzung befürchten zu müssen. Bei allen ab Oktober abgeschlossenen Verträgen lässt sich der Verbrauch im Kundencenter nachprüfen.

Wollt ihr die Drosselung „umgehen“ bietet O2 zwei Zusatzpakete an: Mit dem „DSL Upgrade 100 GB“ könnt ihr euch 100 GByte zusätzliches Volumen für 4,99€ im Monat besorgen. Für den Preis von monatlich 14,99€ wird die Drosselung sogar komplett aufgehoben.

Warum führt O2 den „Fair-Use-Vorteil“ ein?

O2 hüllt sich über die Gründe in Schweigen und erklärt lediglich, dass die Drosselung von Vielsurfern erfolge „damit alle das Internet gleich gut nutzen können“. Natürlich dürfte bekannt sein, dass die Internetbandbreite nicht unbegrenzt ist, weshalb beispielsweise bei Mehrfamilienhäusern selten die volle vertraglich versprochene DSL-Geschwindigkeit erreicht wird.

Die angepeilten 300 GByte sind im heutigen „Internetzeitalter“ zwar noch durchaus human, dennoch stoßen Nutzer, die alle Möglichkeiten des Internets ausschöpfen, wohl schnell an ihre Grenzen. Streamt ihr beispielsweise regelmäßig Filme sowie Musik und nutzt täglich eure Internetleitung um das Fernsehprogramm zu empfangen, könnte es für den ein oder anderen von euch knapp werden.

Quelle: O2, Artikelbild via shutterstock, Bearbeitung durch Martin Malischek

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