O2 und E-Plus-Fusion wird immer wahrscheinlicher

Kamal Nicholas

Mitte vergangenen Jahres kündigten O2 und E-Plus an, dass die beide Unternehmen miteinander fusionieren wollen. Neuesten Entwicklungen zufolge dürfte die EU-Kommission dieses Vorhaben nun auch genehmigen.

Es ist natürlich keine kleine Sache, wenn der dritt- und viertgrößte Telekommunikationsanbieter Deutschland gemeinsame Geschäfte machen möchten. Da dies auch den Wettbewerbshütern klar ist, wurde die angekündigte Fusion intensiv geprüft, um so negativen Auswirkungen wie etwa steigenden Mobilfunkpreisen entgegen zu wirken.

Nun sieht es allerdings so aus, als würde die EU-Kommission dieser Übernahme von E-Plus durch O2 zustimmen, solange bestimmte Bedingungen erfüllt werden. So wäre das neue Unternehmen dazu verpflichtet, mindestens ein Fünftel seiner Netzkapazität an kleinere Rivalen abzugeben. Übermittelt wurde diese Information am vergangenen Montag von „zwei mit der Sache vertrauten Personen“ im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Bilderstrecke starten(4 Bilder)
o2-Kundennummer herausfinden – So geht's

Die Fusion von O2 und E-Plus hätte aber natürlich dennoch einige prägnante Auswirkungen: Zum einen würde das dadurch neu geschaffene Unternehmen an den ersten Platz der in Deutschland waltenden Telekommunikationsunternehmen aufsteigen und damit die Konkurrenz (Deutsche Telekom und Vodafone) auf den zweiten bzw. dritten Platz verweisen. Mitte 2013 kam die Telekom auf insgesamt 37 Millionen Mobilfunknutzer, Vodafone zählte etwa 36 Millionen Nutzer. Die Vereinigung von O2 und E-Plus gäbe dem neuen Unternehmen nach damaligem Stand 44 Millionen Nutzer.

Zudem würden O2 und E-Plus durch die Vereinigung ordentliche Geldeinsparungen verzeichnen können. So sollen dadurch Kosten bis zu 5,5 Milliarden Euro reduziert werden können.

Quelle: Reuters via derStandard.at

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung