Telefonica und E-Plus: EU-Kommission genehmigt Deal

Julien Bremer

Mittlerweile ist es gut und gerne ein Jahr her, als Telefonica Deutschland (O2) die Absicht verkündete, E-Plus zu übernehmen. Nach zahlreichen Verhandlungen hat nun die EU-Kommission die geplante Fusion der beiden Mobilfunkriesen genehmigt.

Für Telefonica wird das alles andere als eine billige Angelegenheit. Insgesamt 8,6 Milliarden Euro lässt sich der Konzern den Kauf von E-Plus kosten. Die E-Plus-Gruppe hat bislang zum niederländischen Konzern KPN gehört. Zuletzt hatte das Bundeskartellamt Bedenken geäußert, da es steigende Kosten für die Kunden nach der Übernahme befürchtete.

Doch E-Plus-Chef Thorsten Dirks, der als ein möglicher Kandidat für eine Führungsposition der neuen Allianz gilt, widersprach dem. Er versicherte, dass das Unternehmen weiter im Markt angreifen wolle und für niedrige Preise sorgen werde.

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Neben O2 bietet Telefonica auch zahlreichen anderen Anbietern Zugriff auf die eigenen Infrastruktur. So profitieren aufgrund einer EU-Klausel, die im Rahmen des Deals festgehalten wurde, zahlreiche Drittanbieter von dem Deal. Diese besagt, der Konzern müsse den Partnern das LTE-Netz ohne Zuschlag zur Verfügung stellen. Somit sollen Kunden von 1&1 und Freenet schon bald kostenlos Zugriff auf das schnelle Datennetz haben. Wie Focus berichtete, würde der bisherige Zuschlag von circa zehn Euro dann wegfallen. Demzufolge müssten auch Kunden von Lidl Mobile bald mit hoher Geschwindigkeit im Netz surfen können. Zumindest dieser Umstand sollte für einen ordentlichen Konkurrenzkampf sorgen.

Weitere Auflagen für Telefonica besagen, das Unternehmen muss bis zu 30 Prozent seiner Netzkapazitäten abtreten und ein Radiowellenspektrum und weitere Vermögenswerte abstoßen. Damit soll neuen Anbietern der Zutritt zum deutschen Markt vereinfacht und kleinere Konkurrenten wettbewerbfsähiger werden.

via faz.net

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