OxygenOS: Screenshots und Bootanimation des OnePlus-ROMs; Sticheleien gegen CyanogenMod

Lukas Funk 8

Nach der gestrigen Vorstellung des OxygenOS-ROMs beantworteten Teammitglieder von OnePlus auf reddit die Fragen ihrer Fans. Die Gelegenheit des AMA („Ask me Anything“) nutzte das Unternehmen außerdem, um gegen den früheren Software-Partner Cyanogen Inc. auszuteilen. Wir fassen die Geschehnisse zusammen.

OxygenOS: Screenshots und Bootanimation des OnePlus-ROMs; Sticheleien gegen CyanogenMod

OxygenOS heißt das Betriebssystem, mit das OnePlus One und zukünftige Geräte des chinesischen Startups zukünftig laufen werden. Der Wechsel weg von CyanogenMod warf natürlich einige Fragen auf, denen sich das Team im Anschluss an die Vorstellung auf reddit stellte.

Die wichtigste Erkenntnis zuerst: Schon im kommenden Monat soll OxygenOS verfügbar sein. Nutzer des OnePlus One können die alternative Firmware dann selbst flashen, eine Installation per OTA-Update wird nicht möglich sein. Over-the-Air wird allerdings noch das für Februar angekündigte Update auf CyanogenMod 12S verteilt, das Lollipop-basierte Update der Cyanogen Inc.

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Wie das bisherige Betriebssystem CM11S – eine Sonderform der CyanogenMod –, wird OxygenOS nicht komplett Open Source sein, um die Verwendung proprietärer Treiber und Apps gewährleisten zu können. Zumindest aber der Quellcode des Kernels wird der Community zur Verfügung gestellt, damit diese eigene ROMs für den „Flagship-Killer“ entwickeln kann. Das OxygenOS selbst sei exklusiv für das OnePlus One optimiert und kein Produkt der Entwicklergemeinschaft sondern ein „echtes Betriebssystem“, so das Team in einem unmissverständlichen Seitenhieb gegen die Community-basierte CyanogenMod.

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Das Versprechen, ein naturbelassenes Android zu veröffentlichen, belegten die Entwickler mit Screenshots der Einstellungen und des Homescreens, die beide keinerlei optische Anpassungen zeigen – und die Anfang des Monats aufgetauchten Bilder als Fälschung entlarven. Auch Bloatware soll nicht im OxygenOS installiert werden, lediglich von den Nutzern geforderte Erweiterungen könnten ihren Weg in das Betriebssystem finden. Im ersten Release werde man außerdem auf eine eigene Kamera-App verzichten und die Google Kamera verwenden, wenngleich die Entwicklung einer eigenen Anwendung für den 2. Release schon in vollem Gange sei. Der mehrmals aufkommenden Frage, ob OxygenOS Lollipops Camera2-API unterstützen werde, blieben die Entwickler aber eine Antwort schuldig.

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So könnte die OxygenOS-Bootanimation aussehen

Neben den Screenshots veröffentlichte das Team außerdem einen ersten Vorschlag für die Bootanimation des OxygenOS. Diese ist noch nicht final, ihr Aussehen kann sich – auch dank des Inputs der Community – noch verändern.

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Da viele der Entwickler aus dem Paranoid Android-Team rekrutiert wurden, stellte sich natürlich die Frage, ob diese parallel an beiden Projekten arbeiten werden. Dies stehe jedem einzelnen frei, so das Team, wenn sich die Zeit dafür finde – sollte dem nicht so sein, könnte sich die Entwicklung von Paranoid Android in Zukunft zugunsten von OxygenOS verlangsamen.

Quelle: reddit, Steve „Cyanogen“ Kondik @Google+

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