Die Uhr tickt unerbittlich: In wenigen Stunden ist Mitternacht – und 2015 damit passé. Zeit also, die vergangenen 12 Monate Revue passieren zu lassen. In unserer Artikelserie „5 Wünsche an ...“ blicken wir auf die Höhen und Tiefen von fünf unterschiedlichen Herstellern zurück und formulieren unsere Wünsche für das kommende Jahr. Heute an der Reihe: OnePlus

 

OnePlus: Das Unternehmen hinter den „Flaggschiff-Killern“

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OnePlus: Das Unternehmen hinter den „Flaggschiff-Killern“

Liebes OnePlus,

auch dieses Jahr hast du es wieder auf famose Art und Weise geschafft, dir eine Dauerkarte in der medialen Berichterstattung zu sichern. Für einen Hersteller, der kürzlich erst zwei Jahre alt geworden ist, eine beachtliche Leistung – Gratulation! Du hast 2015 mit dem OnePlus 2 nicht nur einen gelungenen Nachfolger deines berühmten „Flaggschiff-Killers“ vorgestellt, sondern mit dem edlen OnePlus X den Beweis geliefert, dass du dich in Sachen Design und Verarbeitungsqualität auch mit den Apples und Samsungs dieser Welt messen kannst. Ein paar Flecken auf deiner weißen Weste konnten wir aber dennoch entdecken – damit es nächstes Jahr besser läuft, hier unsere Wunschliste für 2016.

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Kompletter Wegfall des Invite-Systems

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Den ersten Schritt in eine Welt ohne Invites bist du ja bereits Anfang des Monats gegangen: Seit dem 5. Dezember verkaufst du das OnePlus 2 dauerhaft ohne Einladung und das OnePlus X zumindest jeden Dienstag in einem Open Sale. Für 2016 wünschen wir uns aber, dass das ungeliebte Invite-System komplett auf dem Müllhaufen landet und du deine kommenden Smartphones, allen voran das OnePlus 3, frei über deinen Onlinestore anbietest. Das mag zwar für ein junges Unternehmen ein schwieriges Unterfangen sein – immerhin wollt ihr bei mangelnder Nachfrage ja nicht auf bereits produzierten Geräten sitzenbleiben. Wir sind uns aber sicher, dass ihr auch diese Hürde meistert!

Seriös werden

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Am 16. Dezember 2013 wurde OnePlus aus der Taufe gehoben – ihr seid also quasi noch im Kleinkindalter. Dennoch wird es an der Zeit, den seit zwei Jahre andauernden Kindergeburtstag nun langsam zu beenden und serös zu werden. Wer wirklich als Alternative zu den „Big Playern“ der Branche wahrgenommen werden möchte, muss sich etwas erwachsener verhalten: Keine überzogenen Versprechungen à la „Flaggschiff-Killer 2016“ mehr, keine iPhone-Hüllen, die augenzwinkernd mit einem OnePlus X-Invite versehen werden und selbstverständlich auch keine kuriosen Bewerbungen um einen Praktikumsplatz bei Samsung.

Jetzt mal im Ernst, was habt ihr euch denn bitte dabei gedacht? Samsung soll also einem direkten Konkurrenten beibringen, wie man Smartphones im großen Maßstab herstellt? Und was passiert als nächstes: Google unterrichtet Microsoft darin, wie man eine brauchbare Suchmaschine entwickelt? Coca Cola weiht Pepsi in die genaue Formel seiner braunen Erfolgsbrause ein? Marvel zeigt DC, wie man einen anständigen Superhelden-Film bastelt?

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NFC

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Wir sind überzeugt: Über kurz oder lang wird NFC den gleichen Stellenwert einnehmen wie heute Bluetooth oder WLAN. Dass bei dir, mein liebes OnePlus, die praktische Drahtlostechnik beim OnePlus 2 und OnePlus X dem Rotstift zum Opfer gefallen ist, empfinden wir daher als ziemlich kurzsichtig und alles andere als zukuntfsweisend. Zugegeben: Aktuell dürften die meisten Nutzer noch problemlos ohne NFC auskommen – wenn aber erst Android Pay in Europa an den Start geht, werden die Besitzer des OP2 und OPX ziemlich in die Röhre schauen. In Anbetracht der Tatsache, dass ein NFC-Modul nur ein paar Cent kostet und eure Gewinnmargen damit kaum negativ beeinflusst, wünschen wir uns, dass ab 2016 alle deine Smartphones wieder mit NFC ausgestattet werden.

Vertriebsnetz ausbauen

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Ein gut frequentierter Onlineshop ist ja schön und gut – und spart darüber hinaus auch Mehrkosten, die durch Zwischenhändler entstehen. Der Durchschnitts-Nutzer holt sich ein neues Smartphone aber in der Regel im Rahmen eines 24-Monats-Vertrags. Wenn ihr wirklich dauerhaft erfolgreich sein wollt, müssen eure Geräte auch über die Telekom, Vodafone und andere Provider angeboten werden. Andernfalls verbleibt ihr auf dem Stand eines zwar erfolgreichen, im Gesamtmaßstab der Mobilfunkbranche aber kleinen Startups – und irgendwann zieht dann auch nicht mehr die „David vs. Goliath“-Masche, mit der ihr bisher so erfolgreich geworben habt.

Schnellladen und Wireless Charging

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Am Ende unserer Wunschliste noch eine vergleichsweise kleine Bitte: Integriert doch in Zukunft Quick Charging in euren Smartphones. Im Test des OnePlus 2 hat uns der 3.300 mAh-Akku eures aktuellen Flaggschiff-Modells zwar auch bei intensiver Nutzung über einen Tag gebracht, musste abends jedoch immer ans Netzteil und mit neuem Saft versorgt werden. An sich nicht dramatisch – heutzutage haben wir uns an den abendlichen Gang zur Steckdose ja gewöhnt. Jedoch dauerte das komplette Aufladen des Akkus mit gut drei Stunden auch relativ lange. Hier würde eine Schnelllade-Funktion wahre Wunder wirken, wie sie unter anderem auch im Samsung Galaxy S6 oder LG G4 zum Einsatz kommt. Wenn darüber hinaus noch Wireless Charging Einzug hält und wir zum Beispiel ein zukünftiges OnePlus 3 komplett ohne Kabel aufladen könnten, würden unsere kleinen Herzen vor Freude hüpfen.

Das waren unsere fünf Wünsche an OnePlus für 2016. Fallen euch noch weitere ein? Dann sagt es uns in den Kommentaren!

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