OnePlus 5: iPhone-7-Kopie um jeden Preis – auch mit umgedrehtem Bildschirm

Oliver Janko 8

Schlagzeilen über den Gummiband-Effekt des OnePlus 5 beherrschen seit Tagen die Tech-Gazetten. Wir erinnern uns: Beim Scrollen sieht es teilweise aus, als würde ein Teil des Displays träge und mit Verzögerung reagieren. Laut OnePlus ist das normal – der tatsächliche Grund liegt aber offenbar im Wunsch, das iPhone 7 Plus möglichst genau zu kopieren. 

OnePlus 5: iPhone-7-Kopie um jeden Preis – auch mit umgedrehtem Bildschirm

Schon vor einigen Tagen wurde bekannt, dass das Display verkehrt herum verbaut ist. Das ist keineswegs ein Produktionsfehler, sondern tatsächlich ein geplantes Vorgehen. Warum? Offenbar wollte OnePlus das neue Flaggschiff optisch möglichst nah an das iPhone 7 Plus anlehnen. Damit die Dual-Kamera und die Antenne möglichst nahe an der selben Position wie beim iPhone liegen, war es notwendig, den Display-Controller an die Unterseite zu verfrachten. So konnte wiederum Platz am oberen Ende geschaffen werden, um die beiden vorher genannten Komponenten unterzubringen.

Gleiche Bauteile wie beim OnePlus 3T

Der Controller, der beim OP5 verbaut ist, ist der gleiche wie beim Vorgänger, ebenso wie das Displaypanel. Einziger Unterschied: Beim OP3T ist der Bildschirm richtig herum verbaut, beim OP5 steht er auf dem Kopf.

Damit die Inhalte dennoch richtig herum dargestellt werden, war ein spezieller Absatz im Code notwendig, der schon vor einigen Tagen entdeckt wurde. Diese Tatsache bedingt den Gummiband-Effekt. Das bedeutet letztendlich aber auch, dass es kaum Möglichkeiten geben dürfte, dem Problem Herr zu werden. Es ist also durchaus im Bereich des Möglichen, dass sich der chinesische Hersteller mit der Entscheidung, der iPhone-Optik zu folgen, keinen Gefallen getan hat. Ein gelungenes Design ist ja schön und gut, die Funktionalität sollte aber dennoch vorgehen. Bleibt abzuwarten, wie sich das auf die Verkaufszahlen auswirkt.

Quelle: XDA, via PhoneArena

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