Panasonic LUMIX Smart Camera CM1: Kompaktkamera mit Android 4.4 und 1 Zoll-Sensor vorgestellt

Tuan Le

Panasonic stellt mit der LUMIX Smart Camera CM1 die erste Kompaktkamera aus eigenem Hause vor, die mit Android ausgestattet ist und somit die separate Mitführung von Smartphone und Kamera überflüssig machen soll. Ganz neu ist das Konzept nicht, doch Panasonic kann auf den ersten Blick nicht nur mit einem deutlich hochwertigeren Gehäuse aufwarten, sondern lockt ambitionierte Fotografen zudem mit dem 1 Zoll-Bildsensor der LUMIX FZ1000.

Auf dem Markt für digitale Fotografie sind die LUMIX-Modelle von Panasonic durchaus als ernstzunehmende Wettbewerber zu betrachten, doch im Android-Sektor waren die Bemühungen des Herstellers bislang von wenig Erfolg gekrönt. Das Panasonic Eluga (Test) konnte uns trotz schickem Design nicht überzeugen, doch vielleicht klappt es nun mit einem etwas anderen Konzept. Wie auch beim Samsung Galaxy K Zoom verschwimmen die Grenzen zwischen Kompaktkamera und Smartphone bei der LUMIX Smart Camera CM1: Ausgestattet mit einem 1 Zoll-Hochempfindlichkeits-MOS-Sensor, einer Auflösung von 20 Megapixel und der Leica DC Elmarit f/2.8 Optik bietet die Smart Camera von Panasonic gute Voraussetzungen, um die Anforderungen anspruchsvollerer Smartphone-Fotografen zu erfüllen und kommt zugleich mit Android 4.4 KitKat, um Fotos direkt bearbeiten und in Social Networks teilen zu können - dank LTE-Modul mit vollwertiger Smartphone-Funktionalität inklusive.

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Aufgrund des enorm großen Bildsensors sollte die Qualität der Bilder auch bei schlechteren Bildverhältnissen gut sein, vor allem aber die restliche Smartphone-Konkurrenz deutlich hinter sich lassen. Es handelt sich hierbei den Angaben des Unternehmens zufolge um den Sensor der LUMIX FZ1000, dem Flaggschiff des Unternehmens im Sektor der Bridgekameras, was der LUMIX Smart Camera einen enormen Vorteil in Sachen Bildqualität verschaffen sollte. Zum Vergleich: Das Galaxy K Zoom besitzt lediglich eine 1/2.3-Zoll-Sensor, das Nokia 808 Pureview den bisherigen Spitzenwert von 1/1.2 Zoll im mobilen Bereich.

Darüber hinaus punktet die LUMIX CM1 mit einem drehbaren Verschlussring, der die manuelle Einstellung von Fokus, Verschlusszeit, Blende und andere Optionen ermöglicht. Ebenso ist eine Video-Aufnahme in 4K, die Aufzeichnung im RAW-Format und für Anfänger eine intelligente Automatik sowie ein schneller Autofokus vorhanden - wie gut das funktioniert, wird sich in der Praxis zeigen müssen. Spannend ist im Übrigen der Umstand, dass der hauseigene Venus Engine-Prozessor im CM1 für die Bildbearbeitung zuständig ist, um die Smartphone-CPU zu entlasten und eine bessere Performance bei der Fotografie zu erzielen.

Dabei handelt es sich bei der für alle anderen Aufgaben zuständigen CPU keineswegs um einen lahmen Platzhalter: Der Snapdragon 801-SoC mit einer Taktung von 2,3 GHz sollte dafür sorgen, dass auch Web Browsing, Social Networking und sogar anspruchsvolle 3D-Spiele mit der Smart Camera möglich sind. Aufgrund des mit 2.600 mAh nicht allzu großen Akkus und des 4,7-Zoll-Full-HD-Displays könnte allerdings die Akkulaufzeit des Gerätes ein Problem werden - austauschen lässt sich der Akku zudem leider nicht. Ansonsten befinden sich 16 GB erweiterbarer Speicher, 2 GB RAM sowie NFC, WiFi und Bluetooth mit an Bord. Eine umfangreiche Ausstattung, die allerdings auch ihren Preis fordert: 899 Euro soll die Smart Camera kosten, im November soll das Gerät vorerst in limitierter Stückzahl auf den Markt kommen, aber auch in Deutschland verfügbar sein.

Was sagt ihr zur LUMIX Smart Camera CM1? Ist ein solches Konzept überhaupt sinnvoll? Eure Meinung dazu unten in die Kommentare.

Quelle: Panasonic (PDF) [via Android Central]

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