Parrot Zik im Test: Mächtiger Sound, viele Funktionen, schickes Design

Kamal Nicholas 4

Das Unternehmen Parrot dürfte den meisten euch wahrscheinlich im Zusammenhang mit der AR.Drone bekannt sein. Ein anderes aber nicht weniger interessantes Produkt ist der Zik-Kopfhörer, den wir nun testen durften.

Parrot Zik im Test: Mächtiger Sound, viele Funktionen, schickes Design

Ein Blick ins Netz verdeutlicht schnell, dass es unglaublich viele Kopfhörer gibt, die man sich zulegen kann. In-, On- oder Over-Ear, ausgewogen, basslastig, bunt oder klassisch schwarz, modern oder retro, die Auswahl ist unglaublich groß. Dennoch schafft es Parrot, den Zik-Kopfhörer von der Masse abzuheben. Verdanken ist dies den zahlreichen integrierten Funktionen, die das Unternehmen in den dazu auch noch schicken Kopfhörer gepackt hat. Was genau das alles ist, erfahrt ihr im folgenden  Testbericht.

Parrot Zik Unboxing.

Parrot Zik: Die technischen Spezifikationen

  • Style: Over-Ear Kopfhörer
  • Empfindlichkeit:  110 dB
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Frequenzgang: 10 Hz – 20 kHz
  • Treiber: Neodynium
  • Gewicht: 325 Gramm
  • Zusätzliche Features: Active Noise Cancelling, NFC, Bluetooth, Bewegungssensor für automatisches Pausieren der Musikwiedergabe, kapazitives Touchpanel als Fernbedienung,  App mit verschiedenen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten, „Parrot Concert Hall Effect“, 800 mAh Akku

Parrot Zik: Das Design

Parrot setzt bei seinem Kopfhörer auf ein modernes und eher technisches Design. Kombiniert werden hier Lederimitat und Metall, besonders interessant ist die leicht organische Form des einstellbaren Bügels, die den Zik schon rein optisch vom Großteil der Konkurrenz abhebt. Weitergeführt wird dieses Aussehen an den Ohrmuscheln, die am unteren Teil mit einem Metall-Versatz ausgestattet sind.

Ich persönlich habe die „schwarzgoldene“ Version, wem diese dunkle  Optik aber zu unauffällig ist, dem stehen drei weitere Farbvarianten zur Auswahl. Diese hören auf den Namen Gelbgold, Roségold und Classic.

Zik

Insgesamt ist das Design sehr schlicht gehalten, unauffällig trifft es aber dennoch nicht. Während das weiche Kunstlederband den Unternehmensschriftzug trägt, finden sich an den Ohrmuscheln verschiedene Aussparungen und ein Knopf, der bei Betrieb weiß leuchtet. Zum einen handelt es sich hierbei um insgesamt 4 Mikrofone, die zur Analyse der Umgebungsgeräusche dienen,  außerdem befindet sich dort der Power-Button, mit dem der Kopfhörer eingeschaltet werden kann, um dessen unterschiedliche Funktionen zu nutzen. Zu guter Letzt sind dort außerdem noch der Anschluss für ein microUSB-Kabel und der 3,5 mm-Klinkenanschluss für das Kopfhörerkabel angebracht.

Der Parrot Zik wurde übrigens von Design-Koryphäe Philippe Starck entwickelt, der in seiner erfolgreichen Karriere schon so ziemlich alles von Automobilien bis Zubehör gestaltet hat.

Parrot Zik: Der Klang

Eines vorweg: Wie auch beim Design ist natürlich der Klang stark abhängig vom subjektiven Empfinden. Während dem einen so schnell zu viel Bass mitschwingt, ist für einen anderen genau das die Stärke.

Bei meinem ersten Testhören mit dem Zik dachte ich: „Wow, was für ein mächtiger Klang“. Und auch später empfinde ich den Klang dieses Kopfhörers irgendwie als „intensiv“. Allerdings war ich auch sehr überrascht, dass dieses Empfinden nicht etwa einfach durch viel Bass erzeugt wird, sondern eben durch ein sehr volles Klangbild.

Während der Bass sich zwar deutlich bemerkbar macht, bleiben glücklicherweise auch die Mitten und Höhen schön zu hören. Nein, neutral ist der Zik definitiv nicht, insgesamt ist das Klangbild meines Empfindens nach eher warm, trifft damit aber auch genau meinen Geschmack. Details lassen sich gut hören, gleichzeitig „pumpt“ der Zik ordentlich, gerade bei elektronischer Musik entsteht so ein sehr runder Sound.

Parrot Audio Suite

Anhand der Parrot Audio Suite, die ihr als App auf euer Mobilfunkgerät bekommt (für , für Android), könnt ihr den Klang mittels Equalizer verändern oder den Lautsprecher-Winkel anpassen (Parrot Concert Hall) um so den akustischen Effekt unterschiedlicher Live-Klangräume zu imitieren (Silent Room, Living Room, Jazz Club und Concert Hall). Alles in allem ist Letzteres eine lustige Funktion, dabei aber nicht mehr als eine witzige Spielerei, die man anfangs mal ausprobiert, im Alltag aber kaum nutzt.

Parrot Audio Suite
Entwickler: Parrot SA
Preis: Kostenlos

Die Funktionen der Parrot Audio sowie NFC, Bluetooth & Co. funktionieren übrigens nur bei eingeschaltetem Kopfhörer, hierzu ist also ein aufgeladener Akku notwendig. Der Kopfhörer lässt sich zwar per Kabel auch ohne Akku nutzen, allerdings kann er dann nicht sein volles Potential entfalten.

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Parrot Pot ausprobiert: Wenn der Blumentopf die Blumen gießt.

Parrot Zik: Der Tragekomfort

Das erste, was neben dem Design beim Auspacken des Zik auffällt, ist sein doch ziemlich ordentliches Gewicht. 325 Gramm sind eine klare Ansage und machen sich somit beim Tragen auch relativ schnell bemerkbar. Das führt bei längerem Einsatz (vor allem am Rechner, an dem ich den ganzen Tag sitze) so leider ein wenig zu Nackenschmerzen, wodurch eine Pause notwendig wird.

Ansonsten ist der Tragekomfort allerdings sehr hoch: Die Hörer sitzen angenehm über den Ohren und auch als Brillenträger kommt es hier nicht zu schmerzenden Druckstellen. Der Bügel mit Kunstleder sitzt sehr angenehm auf dem Kopf, auch hier kommt es auch nach längerem Tragen nicht zu einem unbequemen Drücken.

Der Bügel lässt sich natürlich auch etwas dem eigenen Kopf anpassen, dazu stehen insgesamt 4 ½ Stufen zur Auswahl, jede Stufe bietet dabei drei „Unterstufen“, damit der Zik auch wirklich perfekt auf dem Kopf sitzt.

Auf Seite 2 geht es weiter mit dem Touch-Panel, dem Noise Cancelling, dem Preis und meinem Fazit

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