Philips Lumea Prestige im Test: Gib Haaren keine Chance

Laura Li Tung

Ein Haarentfernungsgerät für fast 600 Euro UVP? Der Preis ist heftig – Ob dieses Gerät sein Geld wirklich wert ist, haben wir für euch unter die Lupe genommen.

Philips Lumea Prestige im Test: Gib Haaren keine Chance

Dass Haarentfernung wehtun muss, steckt seit jeher in unseren Köpfen. Das fängt beim kleinen Schnitt an, den man sich als unbeholfener Teenager aus Versehen selbst zufügt, geht weiter mit dem gnadenlosen Epilierer und endet beim Finale aus Kaltwachsstreifen, die im schlimmsten Fall schmerzende blutende Beine zurücklassen.

Man könnte meinen, jede Frau trüge einen kleinen Enthaarungs-Masochisten in sich. Hauptsache glatte Haut. So schnell wie möglich. So günstig wie möglich. So lange wie möglich.

Schmerzen? Egal. Wer glatte Beine will, kennt keine Schmerzen.

Erste Annährungsversuche

Mit Angst in den Augen stehe ich vor dem Gerät aus dem Hause Philips. Es hört auf den Namen Lumea Prestige BRI956/00 und ist 2017 erschienen. Außerdem bietet der rosa-metallic-farbene Blitzdingser aus der Zukunft vier Aufsätze, mit denen sich unterschiedliche Körperregionen behandeln lassen.

Er liegt gut in der Hand, sogar meine kleinen Hände können ihn problemlos bedienen. Die Größe? Robust. Das Gewicht? Massiv. Seine Maße betragen 230 (Höhe) mm x 170 (Tiefe) mm x 100 (Breite) und sein Gewicht schlägt mit 561 Gramm zu Buche.

Auf der Oberseite des Gerätes befinden sich die Bedienelemente, mit denen du deinen Hautton messen und die Intensität festlegen kannst.

Jetzt wird’s haarig

Eigentlich ist die Bedienung denkbar einfach, auch wenn ich mich lange nicht dazu durchringen konnte. (Wegen dem möglichen Schmerz, ich Waschlappen). Mit seinen fünf Intensitätsstufen kannst du deine Haare in der richtigen Lichtstärke behandeln. Ein eingebauter Sensor erkennt deinen Hautton und empfiehlt die optimale Intensität. So kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Bei meinem Hautton schlug mir das Gerät die Stufe 5 vor, aber ich habe auch fast schwarze Haare. Ehrfürchtig ging ich eine Stufe niedriger. Zu unrecht, denn Schmerz war nicht zu spüren. Daher beschloss ich wieder auf die fünfte Stufe zu wechseln. Bei meinem ersten Anlauf blitzte ich noch munter drauf los. Es war ein warmes Gefühl, das mir durch das Bein fuhr. Auch ziepte es ein wenig. Nach einiger Zeit war mein Bein behandelt. Ran ans nächste, dann die Arme und andere Zonen, die ich nicht weiter ausformulieren werde.

Das Gerät lässt sich sowohl kabellos als auch mit Kabel bedienen. Eine Ladung reicht in der Regel für die Behandlung des ganzen Körpers. Im Kabelbetrieb ist es allerdings schneller und lässt alle zwei Sekunden einen Blitz auslösen. Im Akkubetrieb nur alle drei Sekunden.

Bis der ganze Körper behandelt ist, gehen beim ersten Mal aber gut und gerne mehrere Stunden ins Land.

Mein Tipp: Starte das Gerät nicht blauäugig, sondern lies vorher die Anleitung. Es ist außerdem empfohlen, einen Hauttest durchzuführen. Man löst also ein-zwei Blitze auf der Haut aus und wartet, ob die Haut während der nächsten 24 Stunden negativ reagiert. Wenn keine Rötung eintritt, kann es losgehen – sogar auf empfindlichen Stellen, wie zum Beispiel dem Gesicht.

Eine haarige Angelegenheit

Anfangs ist eine Behandlung alle zwei Wochen empfehlenswert. Wichtig ist vor allem, dass man den Vorgang regelmäßig wiederholt, weil der Effekt sonst ausbleibt. Die Haare werden nach wiederholter Behandlung dünner, bleiben später sogar ganz aus, bis man irgendwann nur noch alle vier bis acht Wochen ranmuss.

Fazit: Das Gerät sieht futuristisch aus und ist klasse verarbeitet. Mit seinen vier Aufsätzen ist für jede Körperzone was dabei, sodass sich der gesamte Körper unkompliziert behandeln lässt. Auch der SmartSkin Sensor ist ein Geschenk des Himmels. So muss man sich nicht wahllos an seinen Hautyp rantasten und kann eventuellen Schmerzen aus dem Weg gehen.

Auch die Sicherheit kommt nicht zu kurz: Der Blitz kann nur bei Kontakt mit der Haut ausgelöst werden – ist die Haut zu dunkel oder ungeeignet löst er hingegen gar nicht aus.

Der unverbindliche Verkaufspreis liegt bei stolzen 599,99 Euro, der liegt allerdings wesentlich darunter. Gerade wenn man mehrere Bereiche oder sich komplett behandeln möchte, rentiert sich das Gerät, denn die wiederholte professionelle Behandlung auf dem Gebiet ist im Vergleich natürlich viel teurer.

Das Gerät lohnt sich, denn nach der dritten Behandlung zeigten sich bei mir erste Erfolge. Nicht aufgeben, Augen zu und blitzdingsen.

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Test-Wertung:

  • Haptik und Ergonomie: 4/5
  • Verarbeitung und Design: 5/5
  • Funktion- und Lieferumfang: 5/5
  • Sicherheit: 5/5
  • Anwendung und Ergebnis: 4/5

Gesamt: 4,6

Philips Lumea Prestige: Das hat uns gefallen

  • Sowohl Akku- als auch Kabelbetrieb ist möglich.
  • Vier verschiedene Aufsätze ermöglichen individuelle Behandlungen.
  • Das Gerät hat eine 90-Tage-Geld-zurück-Garantie, die viel Zeit zum testen bietet.
  • Die nicht ausbaubare Lampe soll bis zu 10 Jahre halten.
  • Der SmartSkin Sensor vereinfacht die Auswahl der Intensitätsstufe.

Das fanden wir nicht so gut:

  • Die Akkulaufzeit könnte höher sein.
  • Das mitgelieferte Netzteil ist sehr klobig.
  • Das Eigengewicht des Gerätes ist schwer.
  • Der UVP ist mit 599 Euro ganz schön happig.

Philips Lumea Prestige: Gut zu wissen

  • Die Behandlung ist nicht für tattoowierte Haut geeignet.
  • Viele Haut- und Haartypen sind von der Behandlung ausgeschlossen. Das betrifft rote, hellblonde und weiße/graue Haare. Außerdem ist das Gerät nicht für sehr dunkle Haut, Sommersprossen und Muttermale geeignet.
  • Auch während er Schwangerschaft und Stillzeit darf der Philips Lumea nicht verwendet werden.
  • Eine nicht im Lieferumfang enthaltene Schutzbrille sorgt für noch mehr Sicherheit.

Das Beste zum Schluss: Was ist haarig und wird in der Pfanne zubereitet?

… Bartkartoffeln!

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