Neue Technik: So will Qualcomm mehr Dual-Kameras in Smartphones bringen

Rafael Thiel

In der jüngeren Vergangenheit haben sich duale Kameravorrichtungen in Smartphones zunehmend durchgesetzt. Den Trend gedenkt Qualcomm zu fördern und präsentiert ein API-Paket für interessierte Hersteller. Damit können diese ohne eigene Entwicklungsarbeit zwei Kamerasensoren verbauen und von den Vorteilen profitieren.

Das System von Qualcomm nennt sich Clear Sight und setzt einen Snapdragon 820 respektive Snapdragon 821 voraus. Bedeutet: Das Feature wird sich, zumindest seitens Qualcomm, vorerst auf High-End-Smartphones beschränken. Mithilfe des zweiten Sensors ist Qualcomm dazu in der Lage, mittels diverser Algorithmen die Bildqualität merklich zu verbessern. Insbesondere unter suboptimalen Lichtbedingungen aufgenommene Fotos sollen von der Technologie profitieren.

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Die Vorrichtung von Clear Sight besteht dabei aus einem regulären Farbsensor sowie einem Schwarz-Weiß-Sensor. Letzterer ist dazu gedacht, zuvorderst Konturen und Details zu erfassen, die nach der Aufnahme in das Farbbild hereingerechnet werden. Nach diesem Verfahren funktioniert etwa auch die Dual-Kamera des Huawei P9; Apple nutzt beim neuen iPhone 7 Plus den zweiten Sensor übrigens aktuell lediglich zum verlustfreien Zoomen.

Smartphones mit Dual-Kamera könnten Flaggschiff-Standard werden

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Es ist davon auszugehen, dass dementsprechend 2017 eine Reihe von Smartphones mit Dual-Kameras auf den Markt kommen werden. Das dürfte nicht zuletzt auch dem iPhone 7 Plus geschuldet sein, das diese technologische Nische in die Öffentlichkeit getragen hat – auch wenn Apple beileibe nicht der erste Hersteller mit Dual-Kamera war. Dank Qualcomm dürften die Hürden für Hersteller mobiler Endgeräte jetzt relativ gering ausfallen, da Clear Sight dem Vernehmen nach softwareseitig simpel zu implementieren ist. Ob die Fotoqualität mit Clear Sight tatsächlich spürbar besser ausfällt, bleibt natürlich abzuwarten.

Quelle: Qualcomm via The Verge

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