QuadRooter: Qualcomm schließt Sicherheitslücken – schiebt den schwarzen Peter weiter

Kaan Gürayer

Gestern berichteten wir über schwerwiegende Sicherheitslücken in LTE-Modulen von Qualcomm, die über 900 Millionen Android-Geräte gefährden. Dem Chipentwickler zufolge sollen die Exploits aber bereits geschlossen sein. Jetzt seien die Hersteller am Zuge, um die Patches auch zu verteilen. 

QuadRooter: Qualcomm schließt Sicherheitslücken – schiebt den schwarzen Peter weiter

Über QuadRooter, so der griffige Spitzname der vier Sicherheitslücken, könnten Angreifer Root-Zugang auf Android-Smartphones und Tablets erhalten und die Kontrolle über die Geräte übernehmen. Laut den Sicherheitsforschern von Check Point, die die vier Exploits in LTE-Modulen von Qualcomm ausfindig gemacht haben, sei dazu lediglich der Download einer präparierten App notwendig. Insgesamt seien mehr als 900 Millionen Android-Geräte betroffen, so die Experten weiter.

Nun hat sich Qualcomm zu Wort gemeldet und bekanntgegeben, dass die Sicherheitslücken bereits seit geraumer Zeit geschlossen wurden. Zwischen 29. April und 28. Juli seien drei Patches ausgerollt worden, die die insgesamt vier Exploits gefixt haben.

Hersteller sind am Zuge

Mit dem Statement schiebt Qualcomm den schwarzen Peter ganz offensichtlich an die Android-Hersteller weiter. Das kalifornische Unternehmen möchte verständlicherweise nicht allein als Schuldiger für die QuadRooter-Misere angesehen werden. Jetzt liegt es an den Herstellern, die von Qualcomm bereitgestellten Patches mittels Softwareupdate auch auf die betroffenen Android-Smartphones- und Tablets zu bringen.

Zumindest aktuelle Android-Geräte der Ober- und Mittelklasse sollten ein Sicherheitsupdate erhalten, bei allen anderen Modellen darf man aufgrund des fragmentierten Android-Marktes aber durchaus ein Fragezeichen setzen.

via Caschys Blog

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