Qualcomm stellt Snapdragon 616, 414 und 212 vor

Kaan Gürayer

So geht Produktpflege: Chipentwickler Qualcomm hat drei neue Prozessoren für die Einsteiger- und Mittelklasse vorgestellt. Die Snapdragons der Modellreihe 616, 412 und 212 stellen ein leichtes Upgrade gegenüber ihren Vorgängern dar und können unter anderem mit einer beschleunigten Taktrate aufwarten. 

Qualcomm stellt Snapdragon 616, 414 und 212 vor

Auch wenn Qualcomm wegen der Überhitzungsprobleme des Snapdragon 810 dieses Jahr mit ordentlich Negativschlagzeilen zu kämpfen hatte, insgesamt ist das kalifornische Unternehmen auf dem Prozessormarkt noch immer gut aufgestellt. Dazu dürften auch die SoCs der Einsteiger- und Mittelklasse ihr Scherflein beigetragen haben, die nicht nur in günstigen Smartphones und Tablets zu finden sind, sondern etwa auch in Smartwatches und anderen Mobilgeräten. Mit leicht höheren Taktraten werden der Snapdragon 210, Snapdragon 410 und Snapdragon 615 nun von ihren jeweiligen Nachfolgern abgelöst.

Der Snapdragon 616 besteht weiterhin aus einer Kombination von zwei Quad Core-Prozessoren, deren Basis A53-Kerne darstellen. Der stärkere der beiden Vierkener taktet nach wie vor mit 1,7 GHz, während der andere einen leichten Sprung von 1 auf 1,2 GHz macht. Die restlichen Ausstattungsmerkmale wie beispielsweise das Fertigungsverfahren, die integrierte GPU, das Memory Interface oder die unterstützte eMMC-Version bleiben hingegen gleich.

Etwas größer ist das Technik-Upgrade hingegen beim Snapdragon 412: Hier handelt es sich um einen Quad Core-Prozessor, der im Vergleich zu seinem Vorgänger um 200 MHz zulegt und nun eine Taktrate von 1,4 GHz besitzt. Dazu wurde das Memory Interface leicht aufgebohrt, sodass der Arbeitsspeicher (LPDDR3) nun mit 600 MHz statt bisher 533 MHz rechnet. Auch hier kommen A53-Kerne zum Einsatz.

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15 Momente auf Technik-Präsentationen, die peinlicher kaum sein könnten.

Snapdragon 212 schlägt Snapdragon 412

Zu guter Letzt der Snapdragon 210-SoC, der auf vier A7-Kernen basiert, die nun mit 1,3 statt 1,1 GHz takten. Das macht eine Steigerung von 200 MHz. Wie auch beim Snapdragon 616 und 412 haben sich die übrigen Ausstattungsmerkmale jedoch nicht verändert. Interessanterweise ist beim Snapdragon zudem der Support für 1080p/H.265 an Bord, der eigentlich leistungsstärkere Snapdragon 412 schafft hier aber lediglich 720p. Wieso es diese untypische Differenz zwischen den beiden SoCs gibt, ist nicht bekannt.

Ebenfalls unbekannt ist, da Qualcomm unverständlicherweise auf eine Pressemitteilung verzichtet, wann die Chips in den ersten Mobilgeräten verbaut werden sollen. Zumindest das bereits in China erhältliche Huawei Maimang 4 wird in der internationalen Version aber vom Snpadragon 616 angetrieben werden.

Quelle: Qualcomm, (1), (2), via: AnandTech, Golem

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