Snapdragon 820: Erste Geräte kommen erst Anfang 2016

Kaan Gürayer 1

Im Zuge der Grafikkonferenz SIGGRAPH hat Qualcomm jetzt weitere Details zum kommenden Snapdragon 820 veröffentlicht. Demnach hat der kalifornische Chipentwickler vor allem an der Grafikeinheit und dem Bildprozessor geschraubt: Die integrierte Adreno 530-GPU soll etwa bei deutlich geringerem Energiebedarf satte 40 Prozent mehr Leistung bringen, während der Spectra-14-Bit-ISP für Fotos in DSLR-Qualität sorgen soll. Die ersten Geräte auf Basis des neuen Snapdragon 820 sollen in der ersten Jahreshälfte 2016 erscheinen. 

Snapdragon 820: Erste Geräte kommen erst Anfang 2016

Wohl selten wurde in der Mobilfunkwelt ein neuer Prozessor so herbeigesehnt wie der Snapdragon 820: Nachdem Qualcomms aktueller High-End-Chip, der Snapdragon 810, mit Überhitzungsproblemen zu kämpfen hat, ruhen nun alle Hoffnungen auf dem Snapdragon 820. Dieser wird mit allerhand Verbesserungen ausgestattet, wie bei der Präsentation der neuen Adreno 530 und 510 Grafikeinheiten im kalifornischen Los Angeles deutlich wurde.

Das beste Grafik-Pferd im Stall wird zweifellos der Adreno 530 sein, der im Snapdragon 820 integriert ist. Laut Qualcomm soll er nicht nur 40 Prozent weniger Energie als der Adreno 430 verbrauchen, sondern unter denselben grafiklastigen Anwendungen wie Spiele oder Fotobearbeitung auch satte 40 Prozent mehr Leistung bieten. Qualcomm zufolge seien die Verbesserungen auf einen neuen Power Manager zurückzuführen, doch auch das neue FinFET-Verfahren dürfte sein Scherflein dazu beitragen haben. Ob der Snapdragon 820 wirklich von Samsung gefertigt wird, ist derzeit aber noch unklar. Darüber hinaus gebe es eine Vielzahl an weiteren Softwareverbesserungen, die das Zusammenspiel zwischen CPU und GPU effizienter machen sollen. Zu den unterstützten Standards der Adreno 530 gehören unter anderem Miracast 4K30, HDMI 2.0 mit 4K zu 60fps, die neue Vulkan-Grafik-API sowie OpenGL ES 3.1 und Open CL 2.0.

Markige Worte findet Qualcomm bei seinem neuen Bildprozessor, der exklusiv im Snapdragon 820 verbaut ist und für Fotos auf „DSLR-Qualität“ sorgen soll. Bis zu drei Kamera können an den Spectra-14-Bit-ISP angeschlossen werden. Maximal werden Kamerasensoren mit 25 MP bei einer Bildrate von 30fps unterstützt. Der Chipentwickler verspricht ferner eine bessere Rauschunterdrückung und genauere Farbwiedergabe, ein neuer hybrider Autofokus soll außerdem einen schnelleren Fokuswechsel garantieren. Mit dieser Technik sorgte Qualcomm bereits Ende Juni für Aufsehen.

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Snapdragon 820 erst ab 2016

In der ersten Jahreshälfte 2016 sollen die ersten Geräte auf Basis des Snapdragon 820 auf den Markt kommen. Im Umkehrschluss bedeutet diese vergleichsweise späte Markteinführung, dass etwa das Nexus 6 (2015), Sony Xperia Z5, LG G4 Pro und andere sich in der 2015er-Pipeline befindlichen Geräte nicht mit dem neuen Qualcomm-SoC ausgestattet sein werden.

Bereits gestern hat Qualcomm bereits die neuen Snapdragons der Modellreihe 616, 414 und 212 vorgestellt, die die Einsteiger- und Mittelklasse bedienen sollen.

Quelle: Android Police

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