Snapdragon Wear 2100: Neuer Qualcomm-Chip soll Smartwatches dünner machen

Kaan Gürayer 1

Mit dem Snapdragon Wear 2100 möchte Qualcomm den Smartwatches endlich zum Durchbruch verhelfen. Im Vergleich zum Snapdragon 400, der bislang in den meisten Computeruhren verbaut ist, soll der neue Chip 30 Prozent kleiner sein und 25 Prozent weniger Energie verbrauchen. Ein Hersteller hat bereits Smartwatches auf Basis des Prozessors angekündigt. 

Bislang kranken Smartwatches noch an ihrer mittelmäßigen Laufzeit: Mit Ausnahme von Geräten wie der Pebble, die auf ein stromsparendes E-Paper-Display setzen, halten die meisten Modelle selbst bei geringer Nutzung keine zwei Tage ohne den Gang zur Steckdose aus. Qualcomms neuer Wearable-Chip, der den passenden Namen Snapdragon Wear 2100 trägt, kommt da wie gerufen: 25 Prozent weniger Energie soll das SoC dem kalifornischen Chipentwickler zufolge verbrauchen. Die Größe könnte ebenfalls um 30 Prozent reduziert werden. Damit dürften zukünftige Smartwatches einerseits mit einer höheren Akkulaufzeit punkten können, andererseits eröffnen die dank kleinerer Akkus gesunkenen Gehäuse-Ausmaße neue Möglichkeiten beim Design der smarten Uhren. Die genannten Verbesserungen basieren Qualcomm zufolge auf einem Vergleich mit dem Snapdragon 400, der bislang in vielen Smartwatches zum Einsatz kommt.

Mit WLAN oder LTE: Snapdragon Wear 2100 kommt in zwei Varianten

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Technisch bringt der neue Snapdragon Wear 2100 vier Cortex A7-Kerne mit, die auf bis 1,2 GHz takten. Als Grafikeinheit ist die Adreno 304-GPU an Bord, Displays werden bis 640 x 480 Pixel bei 60 Bildern pro Sekunde (FPS) unterstützt. Den Chip wird es wahlweise in zwei Varianten geben: einmal mit WLAN und Bluetooth und einmal mit zusätzlicher Datenanbindung via 3G und LTE, womit in Zukunft wohl mehr Smartwatches auf den Markt kommen dürften, die sich auch unabhängig vom gekoppelten Smartphone nutzen lassen.

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Snapdragon Wear 2100: LG kündigt passende Smartwatches an

David Yoon, Leiter von LGs Wearable-Abteilung, hat bereits Smartwatches und andere Wearable-Geräte auf Basis des Snapdragon Wear 2100 angekündigt. Einen genauen Zeitplan konnte der Manager des südkoreanischen Konzerns aber nicht zu verraten, lediglich von „später in diesem Jahr“ war die Rede.

Quelle: Qualcomm (1)(2), via: PhoneArena

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