US-Handelsbehörde ermittelt: Hat Qualcomm Apple für einen Exklusiv-Deal erpresst?

Florian Matthey

Hat Qualcomm seine Marktposition durch unfaire Maßnahmen gestärkt? Die US-Handelsbehörde ermittelt gegen das Unternehmen – und erwähnt als Beispiel einen Exklusiv-Deal zwischen Apple und Qualcomm, der von 2011 bis 2016 lief.

Die US-Handelsbehörde FTC hat Ermittlungen gegen Qualcomm wegen mutmaßlich wettbewerbswidriger Geschäftspraktiken eingeleitet. Die FTC glaubt, dass der Handy-Chip-Hersteller seine durch das eigene Patentportfolio gestärkte Verhandlungsmacht in nicht zulässiger Weise ausgenutzt habe. Als Beispiel nennt die FTC Apple: Qualcomm habe den iPhone-Hersteller zu einem Exklusiv-Deal für die Jahre 2011 bis 2016 „gezwungen“, indem das Unternehmen Exklusivität als Gegenleistung für angemessene Lizenzgebühren für Qualcomm-Patente forderte.

Apple verwendete in den Jahren tatsächlich ausschließlich Chips von Qualcomm für die Mobilfunk-Kommunikation – also Baseband- beziehungsweise LTE-Chips. Erst im iPhone 7 kommen zum Teil auch solche Chips von Intel zum Einsatz – offenbar, weil der Exklusiv-Deal auslief.

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Qualcomm hat sich bereits zu den Ermittlungen geäußert: Die FTC habe in Gesprächen gezeigt, dass sie die Branche nicht verstehe, auch vertrete sie eine falsche Rechtsansicht. Offenbar gehe es der Behörde darum, noch schnell eine Aktion zu starten, bevor es in den USA einen Regierungswechsel gib – und bevor die Behördenleiterin Edith Ramirez ihre Position verlässt.

Quellen: Mac Rumors, 9 to 5 Mac

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