Razer Core X: Externe Grafikpower, jetzt auch für den Mac

Holger Eilhard

Basierend auf den bereits seit längerer Zeit verfügbaren Gehäusen für externe Grakfikkarten, hat Razer nun mit dem Core X ein neues Modell im Angebot, welches sich mit einem gesenkten Preis auch an Mac-Nutzer richtet. Aber auch Windows-Nutzer können von den Neuerungen profitieren.

Razer Core X: Externe Grafikpower, jetzt auch für den Mac
Bildquelle: Razer.

Razer Core X: Bessere Unterstützung größerer Grafikkarten

Mit Hilfe einer sogenannten externen GPU, kurz eGPU, können insbesondere Notebook-Besitzer die Grafikfähigkeiten ihrer portablen Geräte deutlich verbessern. Statt auf die traditionell langsameren internen Grafikchips des Notebook zu setzen, können in die externen Gehäuse normale Grafikkarten eingesteckt werden und so beispielsweise am MacBook Pro genutzt werden. Damit steht dem deutlich beschleunigten Spielspaß oder der Nutzung von Virtual Reality nichts mehr im Wege.

Voraussetzung zur Nutzung des nun vorgestellten Razer Core X ist, dass auf dem Mac macOS High Sierra 10.13.4 oder neuer installiert ist und dieser einen Thunderbolt-3-Port besitzt. Für Windows-Nutzer wird laut Razer Windows 10 Redstone 1 oder neuer vorausgesetzt.

Die größte Neuheit des Core X im Vergleich zu den Vorgängern wie dem Razer Core V2 — das sich nun ebenfalls mit macOS versteht — ist die Unterstützung größerer Grafikkarten, die nun unter anderem bis zu drei Slots breit sein dürfen. Hinzu kommt ein neues 650-Watt-Netzteil, welches das angeschlossene Notebook via USB-C mit bis zu 100 Watt laden kann. Der Anschluss des Notebook-Netzteils kann also in den meisten Fällen entfallen. Diese Kabelverbindung kann laut dem Hersteller dank Plug and Play auch ohne Neustart des Notebooks getrennt und verbunden werden. Hier das offizielle Hersteller-Video:

The Razer Core X - Ultraboost your Ultrabook.

Razer Core X: Mac-Nutzer müssen AMD-Grafikchips nutzen

Wer sein MacBook Pro um einen leistungsfähigeren Grafikchip erweitern will, muss aktuell auf eine Karte mit einem Radeon-Chip von AMD einsetzen. Laut Razer werden derzeit nur der AMD Radeon RX 570, AMD Radeon RX 580, AMD Radeon Pro WX 7100, AMD Radeon RX Vega 56, AMD Radeon RX Vega 64, AMD Vega Frontier Edition Air und der AMD Radeon Pro WX 9100 unter macOS unterstützt. Windows-Nutzer haben eine breitere Auswahl und können auch diverse GPUs von Nvidia nutzen. Eine vollständige Liste der kompatiblen Chips stellt das Unternehmen auf seiner Website parat.

Waren die externen Gehäuse in der Vergangenheit noch eine sehr teure Angelegenheit, senkt Razer mit dem Core X diese Hürde. So kann das Gehäuse ab sofort für 299,99 Euro auf der Razer-Webseite geordert werden. Das man sich mit dem neuen Gehäuse auch an den professionellen Anwender richtet, zeigt sich unter anderem an dem zurückhaltenden Äußeren, welches beispielsweise auf eine grelle Beleuchtung verzichtet.

Alternativ zu dem Angebot von Razer bietet unter anderem Sonnet eine Reihe von Grafikkarten-Gehäusen an, die mit Windows und dem Mac kompatibel sind. Erst kürzlich wurden die neuen Grafikkarten-Gehäuse eGFX Breakaway Box 650, Puck Radeon 560 und 570 vorgestellt, auch hier sind die Mac-Besitzer allerdings auf Grafikchips von AMD angewiesen.

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