Exynos M1: Möglicher Prozessor für das Galaxy S7 überzeugt im Benchmark-Test

Kaan Gürayer 12

Mit dem Exynos 7420-SoC hatte Samsung dieses Jahr einen echten Kraftprotz in petto, der unter anderem das Galaxy S6 in neue Performance-Sphären beförderte. Beim Nachfolger, der auf selbstentwickelten „Mongoose“-Kernen basieren soll, hat der südkoreanische Hersteller nochmals ordentlich an der Leistungsschraube gedreht: Rekordverdächte 6.908 Punkte konnte der Chip im Multi-Core-Test des bekannten Geekbench-Benchmark einheimsen. Der perfekte Prozessor also für das kommende Galaxy S7

Exynos M1: Möglicher Prozessor für das Galaxy S7 überzeugt im Benchmark-Test

Der Chip, der möglicherweise unter den Namen „Exynos M1“ auf den Markt kommen soll, unterlief gleich dreimal den Geekbench-Parcour: Einmal im normalen Takt mit 2,3 GHz pro Kern, anschließend im Energiesparmodus und zu guter Letzt im sogenannten „Ultra Power Saving“-Modus, der die Leistung im Vergleich zum regulären Energiesparmodus nochmals herabsetzt. Die Leistungswerte des Exynos M1 waren im Test durchgehend beeindruckend: Im Normalmodus konnte der Chip im Single-Core-Test 2.294 Punkte einfahren, im Energiesparmodus noch 1.710 und im Ultra Power Saving Modus immerhin noch 1.100.

Zum Vergleich: Der Exynos 7420, der in Samsung aktuellen Topmodellen wie dem Galaxy S6 oder Note 5 zum Einsaz kommt, brachte es im selben Test auf 1.486 Punkte – damit übersteigt die Leistung des Exynos M1 im Energiesparmodus noch die des Vorgängers im Normalmodus. Einzig Apples A9-Chip, der in der aktuellen iPhone-Generation verbaut ist, musste sich der Exynos M1 knapp geschlagen geben – allerdings nur im Single-Core-Test. Denn im Vergleich der Multi-Core-Leistung konnte der Exynos M1 mit 6.908 gegen 4.330 Punkten auch den iPhone 6s-Prozessor hinter sich lassen. Fairerweise muss man aber dazu sagen, dass der A9 lediglich ein Dual Core-SoC ist, während der neue Exynos wohl erneut mindestens acht Kerne besitzen wird.

samsung-exynos-m1-benchmark

Auch im Vergleich zu vorherigen Benchmarks hat sich die Performance des Exynos M1 also nochmals deutlich gesteigert – Samsung tüftelt offenbar hart daran, die Leistung des kommenden Chips zu optimieren. Dass der Exynos M1 nicht auf regulären ARM Cortex-Kernen basieren soll, sondern auf einer unter dem Codenamen „Mongoose“ – zu deutsch „Mungo“ – selbst entwickelten Prozessor-Architektur, dürfte dem Konzern bei der Optimierung des Chips in die Hände spielen. Denn dass reine Hardwarepower allein nämlich noch keine Aussage darüber ist, wie schnell und flüssig sich ein Smartphone bedienen lässt, wissen die Südkoreaner schließlich aus eigener leidvoller Erfahrung.

iPhone 6s Plus vs Samsung Galaxy S6 edge+, Huawei Mate und OnePlus 2 im Benchmark-Vergleich.

Wird im Galaxy S7 der Exynos M1 werkeln?

Heißester Kandidat für ein Debüt des Exynos M1 ist natürlich das Galaxy S7, dessen Vorstellung für das Frühjahr 2016 erwartet wird. Da in den letzten Wochen und Monaten aber auch Qualcomm immer wieder als Prozessor-Lieferant für Samsungs kommendes Flaggschiff-Smartphone im Gespräch war, könnte das Galaxy S7 auch wieder in zwei Varianten ausgeliefert werden: einmal mit dem Exynos M1, einmal mit dem Snapdragon 820. Die beiden Schwestermodelle dürften dann, wie in der Vergangenheit der Galaxy S-Reihe geschehen, unterschiedliche Märkte bedienen.

Quelle: Weibo, via: SamMobile 

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