Samsung: Android-Browser unterstützt jetzt Adblocker

Kaan Gürayer 1

Adieu, Onlinewerbung: In Zukunft unterstützt Samsungs hauseigener Internetbrowser auch Adblocker, womit unerwünschte Inhalte einfach blockiert werden können. Google dürfte dieser Schritt aber wenig schmecken.

In der neuesten Version von Samsungs Browser, vorinstalliert auf den Mobilgeräten der Südkoreaner und im Play Store unter dem ungelenken Namen „Samsung Internet for Android“ zu finden, lassen sich ab sofort auch Adblocker installieren. Zu den ersten Anbietern dieser Art gehören Adblock Fast und Crystal, wie die Kollegen von The Verge berichten. Mindestvoraussetzung für die Installation der entsprechenden Plugins ist Android 5.0 Lollipop. Mit der Möglichkeit, im hauseigenen Browser Adblocker zu installieren, zieht Samsung außerdem mit Apple gleich: Seit iOS 9 erlaubt Cupertino in iPhones und iPads die Installation von Werbeblockern im Safari-Browser.

Google ist noch immer abhängig von Onlinewerbung

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Nun verdient Apple seine Brötchen hauptsächlich über den Verkauf von Hardware. Trotz diverser Versuche, das eigene Geschäftsmodell zu diversifizieren, stammen rund 90 Prozent von Googles Einnahmen aber noch immer aus der Onlinewerbung. Dass der kalifornische Konzern seinen Nutzern maßgeschneiderte Werbung anzeigen kann, ist für Google demnach überlebensnotwendig. Die Nachricht, dass Samsungs Internetbrowser zukünftig auch Adblocker unterstützt, dürfte man in Mountain View also mit der einen oder anderen hochgezogenen Augenbraue vernommen haben – immerhin ist Samsung der mit weitem Abstand erfolgreichste Android-Hersteller und erleichtert mit dieser Entscheidung seinen Nutzern, Googles Werbung einfach zu umgehen. Zumindest, wenn man den vorinstallierten AOSP-basierten Browser von Samsung statt Google Chrome verwendet.

Allgemein sind Adblocker ein polarisierendes Thema. Vor allem mobile Nutzer beklagen oftmals zurecht, dass Internetwerbung Ladezeiten bremst und Datenvolumen frisst. Andererseits ist ein Großteil der Webseiten im Netz auf Werbung angewiesen, um Redaktionen, IT-Infrastruktur und dergleichen zu finanzieren. „Wasch‘ mir den Pelz, aber mach‘ mich nicht nass“ – also kostenlose Inhalte fordern, aber gleichzeitig Werbung ablehnen – wird auf Dauer nicht funktionieren.

Quelle: Rocketship, via The Verge

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