Samsung: Keine Billig-Smartphones in den Niederlanden mehr [Gerücht]

Kaan Gürayer 4

In den Niederlanden könnte Samsung vor einem bedeutenden Strategiewechsel stehen: Gerüchten zufolge planen die Südkoreaner ihren Rückzug aus dem Low-End-Sektor, um sich voll und ganz auf Smartphones der Mittel- und Oberklasse zu konzentrieren. Ein Fingerzeig für den deutschen Markt? 

„Jedem Topf seinen Deckel“ – so könnte man Samsungs bisherige Mobilfunkstrategie zusammenfassen. Der Branchenprimus bietet von Einsteigermodellen bis hin zu absoluten High-End-Geräten für jeden Geldbeutel das passende Smartphone an. Zumindest in den Niederlanden könnte mit diesem Vorgehen aber bald Schluss sein, wie die Kollegen von Androidworld.nl unter Berufung auf mehrere voneinander unabhängige Quellen berichten.

Demnach wolle sich der südkoreanische Hersteller komplett aus dem Einsteigermarkt verabschieden und keine Modelle mehr unter 150 Euro anbieten. Noch erhältliche Geräte unter dieser Preisgrenze sollen in den Niederlanden aus dem Verkehr gezogen werden, der mögliche Stichtag könnte dem Bericht zufolge bereits der 1. November sein. Im Anschluss will sich der Konzern dann auf den Vertrieb von Smartphones der Mittel- und Oberklasse konzentrieren.

Samsung Galaxy S6 edge+ vs. S6 edge.

Mit diesem Strategiewechsel möchte Samsung, so wird spekuliert, unter anderem sein Image ändern – ein Gedankengang, der durchaus nachvollziehbar ist: Zwar bietet Samsung auch waschechte Oberklasse-Smartphones an. Ob ein Galaxy S6 aber sein Prestige auf Dauer halten kann, wenn es in einschlägigen Elektromärkten direkt neben Einsteigergeräten wie etwa dem Galaxy J1 ausgestellt ist, darf tatsächlich bezweifelt werden – immerhin prangt auf beiden Mobiltelefonen das gleiche Samsung-Logo. Das hat viel mit Markenpsychologie zu tun und wird im Marketing auch als sogenannter „Snobeffekt“ bezeichnet. Um wirklich als Premium-Hersteller angesehen zu werden, der auf Augenhöhe mit dem Konkurrenten Apple agiert, darf Samsung zumindest in entwickelten Ländern keine Billig-Smartphones mehr anbieten, da sie die eigene Marke abwerten.

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Der Strategiewechsel könnte mit einer Ankündigung Samsungs Ende 2014 zusammenhängen, als der Hersteller erklärte, in 2015 30 Prozent weniger Smartphones verkaufen zu wollen. Damals war zwar nicht von einem kompletten Rückzug aus dem Einsteigermarkt die Rede, es zeigt aber, dass die „Weniger-ist-mehr“-Strategie nicht ganz neu ist.

Samsungs neue Strategie: Erst die Niederlande, dann Deutschland?

Insofern ist auch die Frage interessant - sollte sich der Bericht tatsächlich bewahrheiten - ob Samsung die Niederlande eventuell auch als Testballon benutzt. Sollte sich die neue Preisstrategie in unserem Nachbarland bezahlt machen, könnte sich Samsung möglicherweise auch hierzulande aus dem Einsteigermarkt zurückziehen. Dass sich das Unternehmen dann auch nicht mehr mit der einschlägigen Konkurrenz herumschlagen müsste, die im Low-End-Sektor bekanntlich am härtesten ist, wäre ein netter Nebeneffekt.

Quelle: Androidworld.nl, via: SamMobile 

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