Das klingt schon ein wenig nach Science-Fiction: Samsung hat sich ein Patent gesichert, welches verschiedene Wege zeigt, wie man mit einem Gerät interagieren kann, welches über ein transparentes Display verfügt.

Momentan haben sich nicht einmal Smartphones mit gebogenem Display durchgesetzt, da plant Samsung schon für die nächste Technologiestufe vor: Das Unternehmen hat sich überlegt, wie man Geräte, die über ein transparentes Display verfügen, am besten bedienen kann. Und findet eine Lösung die zwischen AirView und PlayStation Vita liegt.

Kennt ihr AirView von Samsung? Dies ist eine Technologie, die aktuell auf dem Samsung Galaxy Note 3 und Samsung Galaxy S4 verfügbar ist. Mit ihr muss man den Bildschirm eines Smartphones teilweise nicht mehr berühren. Hält man den Finger knapp über das Display, kann man in Android beispielsweise einen Ordner öffnen, ohne das Display zu berühren und vor allem ohne dass der Finger im Weg wäre.

Wenn man dies bei einem klassischen Smartphone macht, ist immer noch der Finger zwischen Display und Auge. Bis man ihn wegbewegt hat, wird kaum messbar Zeit vergangen sein, aber Samsung hat sich trotzdem Gedanken darüber gemacht, wie man diese Mini-Verzögerung entfernen kann. Gelandet ist man bei einem Konzept, dass wie die PlayStation Vita auf rückseitige Touch-Kontrolle setzt.

Wenn man bei einem transparenten Display das Gerät auch über ein rückseitiges Touch-Feld bedienen kann, hat man natürlich den Vorteil, dass man sowohl den Ordner als auch den Finger darunter sehen kann und den Finger im Anschluss nicht mehr wegbewegen muss, um den Inhalt des Ordners vollständig zu sehen. Klingt nach einer kleinen, aber praktischen Idee.

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Sehen wir bald ein Gerät mit transparentem Display?

Samsung hat sich außerdem die gleichzeitige Steuerung zweier Elemente auf einem Gerät mit transparentem Display patentieren lassen. In der Praxis heißt das, dass man ein Element über den Touchscreen auf der Vorderseite steuern könnte und gleichzeitig ein weiteres Element über das Bedienfeld auf der Rückseite. Dies ist bei der PlayStation Vita auch bereits möglich, allerdings ist es bei der mobilen Konsole natürlich nicht durchsichtig und man sieht manchmal nicht so gut, wo genau sich die Finger auf der Rückseite befinden. Bei einem transparenten Display sollte das kaum ein Problem darstellen.

Dass Samsung sich ein Patent für eine derartige Technologie geben lässt, bedeutet allerdings nicht, dass wir bald ein Smartphone damit sehen werden. Die Umsetzung dürfte auch relativ schwierig sein, denn ein transparentes Display würde auch transparente Elektronik im Inneren voraussetzen. Samsung konzentriert sich momentan also eher noch auf die flexiblen Displays, wie beispielsweise im Samsung Galaxy Round. Das soll aber nicht heißen, dass wir ein transparentes Display niemals zu Gesicht bekommen werden.

Quelle: Patent Bolt, via Android Authority